Sonntag - 8. Oktober 2017 | 15:56

Grosskundgebung in Barcelona für Spaniens Einheit

MADRID - An der Grossdemonstration in Barcelona gegen eine Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien haben mehrere hunderttausend Menschen teilgenommen.

Die Men­schen sangen "Viva España" und schwenkten rot-gelbe Fahnen.

Die städtische Polizei schätzte die Zahl der Kundgebungsteilnehmer am Sonntagnachmittag auf 350'000. Die Veranstalter sprachen sogar von bis zu 950'000 Teilnehmern.

Zu der Kundgebung unter dem Motto "Es reicht! Lasst uns zur Vernunft zurückkehren" hatte die Organisation Katalanische Zivilgesellschaft aufgerufen, das die Unabhängigkeitsbestrebungen ablehnt. Auf dem zentralen Urquinaona-Platz in der katalanischen Regionalhauptstadt sangen die Menschen "Viva España" und schwenkten rot-gelbe Fahnen. Die Demonstranten reisten teilweise auch aus anderen Landesteilen nach Barcelona.

An der Demonstration beteiligte sich auch der Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa. Der Peruaner mit spanischer Staatsangehörigkeit sagte in einer Rede, die spanische Demokratie werde jeder "Unabhängigkeitsverschwörung" standhalten.

Bereits am Samstag hatten zehntausende Menschen landesweit für die Einheit Spaniens demonstriert.

Bei einem Unabhängigkeitsreferendum am Sonntag vor einer Woche hatten 90 Prozent der Teilnehmer für eine Abspaltung von Spanien gestimmt, die Wahlbeteiligung lag allerdings bei nur 43 Prozent. Die spanische Zentralregierung hatte mit einem grossen Polizeiaufgebot versucht, das vom Verfassungsgericht für rechtswidrig erklärte Referendum in Katalonien zu verhindern. Hunderte Menschen wurden verletzt.

Rajoy zeigt sich kompromisslos

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy ist strikt gegen eine Unabhängigkeit Kataloniens und zeigt sich in dem Streit kompromisslos. Er drohte am Sonntag mit dem Entzug des Autonomiestatus Kataloniens.

Der Chef der Regionalregierung, Carles Puigdemont, kündigte für Dienstag eine Rede vor dem Parlament in Barcelona an. Nach Angaben eines Abgeordneten soll dann die Unabhängigkeitserklärung angenommen werden.

Verwandte Nachrichten
Neuste
Beliebteste
1
2
3
4
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
./grafik/kleininserate/img_ki_box_kein_bild_Immobilien.png,http://www.kleininserate.li/services/getImage.aspx?datei=636443065549960878.jpg&w=300&h=180&mode=big&resize=centermiddle,http://www.kleininserate.li/services/getImage.aspx?datei=636434425748052098.jpg&w=300&h=180&mode=big&resize=centermiddle,http://www.kleininserate.li/services/getImage.aspx?datei=636433561903576692.jpg&w=300&h=180&mode=big&resize=centermiddle,http://www.kleininserate.li/services/getImage.aspx?datei=636438745722227610.jpg&w=300&h=180&mode=big&resize=centermiddle,http://www.kleininserate.li/services/getImage.aspx?datei=636441337531827943.jpg&w=300&h=180&mode=big&resize=centermiddle,
Volksblatt Werbung
GooglePlayAppleStoreVolksblatt Werbung
Liechtensteiner Volksblatt AG
Im alten Riet 103
FL-9494 Schaan
T +423 / 237 51 51
verlag [at] volksblatt [dot] li
Inserate
T +423 / 237 51 51
F +423 / 237 51 66
inserate [at] volksblatt [dot] li
Redaktionssekretariat
T +423 / 237 51 51
F +423 / 237 51 66
redaktion [at] volksblatt [dot] li
Abonnementendienst
T +423 / 237 51 41
abo [at] volksblatt [dot] li
Sportredaktion
T +423 / 237 51 40
sport [at] volksblatt [dot] li
© Liechtensteiner Volksblatt AG 2012, Alle Rechte vorbehalten.
Es gibt neue Nachrichten auf volksblatt.li
Aktualisieren Sie die Seite um die Neuigkeiten zu sehen. Seite jetzt aktualisieren