Mittwoch - 11. Oktober 2017 | 18:14 (Aktualisiert am 11.10.17 18:29)

Härteres Durchgreifen bei säumigen Prämienzahlern sorgt für Probleme

VADUZ - Die Krankenkassen haben die Schrauben bei säumigen Prämienzahlern angezogen. Wer Krankenkassenrechnungen nicht zahlt, wird seit Anfang Jahr schneller mit einer Leistungssperre belegt. Die Kasse zahlt dann nur noch Notbehandlungen. Schuldenberater und Ärzte merken den Systemwechsel.

Laut Schuldenberater Dirk Flaig werden von säumigen Prämien­zahlern oft die Prioritäten falsch gesetzt. (Foto: SSI)

Wer ein Fernsehgerät kauft und die Rechnung nicht bezahlen kann, bekommt in der Regel Probleme. Wer hingegen seine Krankenkassenrechnungen nicht bezahlen konnte oder wollte, der hatte bis anhin wenig zu befürchten. Bis 2014 war es sogar so, dass das Amt für Soziale Dienste für die Prämienausstände bei den Kassen eingesprungen ist. Der Schaden wurde also aus dem allgemeinen Steuertopf bezahlt. Seit 2014 tragen das Ausfallsrisiko die Krankenkassen, beziehungsweise diejenigen, die ordnungsgemäss ihre Prämien bezahlen. Doch, wie das «Volksblatt» bereits gestern berichtete, ist der Topf der Prämienausstände in den letzten beiden Jahren drastisch angeschwollen und beläuft sich auf derzeit 4 Millionen Franken. Daher pochte der Krankenkassenverband auf eine Systemänderung. Während bis Anfang Jahr die Krankenkassen ein komplettes Betreibungsverfahren durchexerzieren mussten, um einen säumigen Prämienzahler belangen zu können, reichen jetzt zwei Mahnungen aus, um den Versicherten im nächsten Schritt eine Verfügung ins Haus flattern zu lassen. Was folgt, ist eine Leistungssperre. Die Betroffenen werden nur noch im Notfall ärztlich behandelt oder sonst nur noch, wenn sie die Behandlung aus dem eigenen Sack bar bezahlen.

Die Auswirkungen dieser Massnahme merken jetzt Schuldenberater und Ärzte. Was das für Probleme schafft, lesen Sie in der Donnerstags-Ausgabe des "Volksblattes"

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Donnerstag (12.10.2017) und in der Onlineausgabe.

(dq)

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