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FCV-Sportchef Bernt Haas. (Foto: MZ)
Sport
Liechtenstein|03.10.2017 (Aktualisiert am 03.10.17 12:27)

Haas stärkt Trainer Vrabec weiter den Rücken

VADUZ - Die Hoffnung der Fans auf Besserung im Fall des kriselnden FC Vaduz wurde am Sonntag mit dem enttäuschenden 0:0 gegen Wil wieder gedämpft. Sportchef Bernt Haas zeigt Verständnis für Kritik – und stärkt Trainer Roland Vrabec weiter den Rücken.

FCV-Sportchef Bernt Haas. (Foto: MZ)

VADUZ - Die Hoffnung der Fans auf Besserung im Fall des kriselnden FC Vaduz wurde am Sonntag mit dem enttäuschenden 0:0 gegen Wil wieder gedämpft. Sportchef Bernt Haas zeigt Verständnis für Kritik – und stärkt Trainer Roland Vrabec weiter den Rücken.

Beim FC Vaduz herrschte nach der ernüchternden Nullnummer gegen Wil erneut Ratlosigkeit. Trainer Roland Vrabec meinte: «Ich kann mir diesen Rückfall nicht erklären. Ich kann es nicht nachvollziehen, wie die Mannschaft so auftreten kann, wo doch die Spitzenteams Xamax (0:2 gegen Aarau) und Schaffhausen (0:5 gegen Rapperswil-Jona) in dieser Runde verloren hatten und wir eigentlich die Chance gehabt hätten, Punkte gutzumachen.»

Seine Mannschaft hatte es verpasst, auf den wichtigen 1:0-Erfolg gegen Chiasso einen weiteren Sieg nachzulegen. «Natürlich können wir mit diesem Punkt nicht zufrieden sein», sagte auch Sportchef Bernt Haas einen Tag nach dem Spiel gegen Wil. Die Kritik aus dem Umfeld sei normal: «Die Enttäuschung der Fans ist verständlich.» Dass der seit dem misslungenen Saisonstart immer wieder kritisierte Trainer Vrabec aber die Mannschaft nicht mehr erreichen könnte, streitet Ex-Profi Haas ab: «Die Fans sehen nicht hinter das ganze Konstrukt. Sie sehen nicht, wie das Innenleben der Mannschaft aussieht. Ich für meinen Teil kann sagen: Wenn ich unsere Trainingseinheiten sehe, dann würde ich auch wieder gerne selbst auf dem Platz stehen.»

Er sei nach wie vor überzeugt von der Qualität der Mannschaft und des Staffs. Haas deckt Vrabec weiterhin den Rücken: «Ich habe Vertrauen in seine Arbeit.» Klar ist zudem: Ein Trainerwechsel wäre in Vaduz wohl auch finanziell sehr schwierig. Haas erklärt, man werde nun versuchen, die Länderspielpause erneut für interne Analysen zu nutzen: «Negative Dinge werden dabei natürlich angesprochen. Aber wichtig ist auch, dass man nicht nur immer über Probleme redet, sonst werden diese nur grösser. Man muss über Lösungen sprechen.» Haas weiss, dass der FCV vor allem im Abschluss «konsequenter» werden muss. Das Team müsse sich das Selbstvertrauen mit Erfolgserlebnissen zurückgewinnen.
Nur: Genau das heisst es schon seit Wochen. Und die Frage ist: Wie lange wird die sportliche Führung noch zusehen können, wie das Team stagniert, ohne sich gezwungen zu fühlen, doch noch zu handeln?

(mp)

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