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Liechtenstein habe immer noch eine tiefe Steuerbelastung im internationalen Vergleich, betonte Regierungschef Adrian Hasler im Gespräch mit dem «Volksblatt». (Foto: ZVG)
Politik
Liechtenstein|23.09.2017

«Steuergerechtigkeit in Liechtenstein ist gegeben»

VADUZ - Die Einnahmen aus der Ertragssteuer zeigen, dass die Wirtschaftskrise und der Frankenschock überwunden sei, meint Regierungschef Adrian Hasler. Gleichzeitig würden insbesondere Reiche über die Vermögens- und Erwerbssteuer einen grossen Beitrag leisten.

Liechtenstein habe immer noch eine tiefe Steuerbelastung im internationalen Vergleich, betonte Regierungschef Adrian Hasler im Gespräch mit dem «Volksblatt». (Foto: ZVG)

VADUZ - Die Einnahmen aus der Ertragssteuer zeigen, dass die Wirtschaftskrise und der Frankenschock überwunden sei, meint Regierungschef Adrian Hasler. Gleichzeitig würden insbesondere Reiche über die Vermögens- und Erwerbssteuer einen grossen Beitrag leisten.

«Volksblatt»: Was sind für Sie die wichtigsten Erkenntnisse aus der Steuerstatistik 2016?

Adrian Hasler: Die Steuerstatistik zeigt eindrücklich, dass sich die Einnahmen von Land und Gemeinden stabilisiert haben. Die Unternehmen haben grossteils die Wirtschaftskrise und den Frankenschock überwunden und machen gute Gewinne. Dies zeigt sich in den Ertragssteuern. Andererseits haben sich die Erwerbs- und Vermögenssteuern der natürlichen Personen auf hohem Niveau stabilisiert. Das ist auf die Offenlegung bislang unversteuerter Vermögen als auch auf die Steuererhöhung im Rahmen der Haushaltssanierung zurückzuführen, welche insbesondere zu einer stärkeren Belastung der höheren Einkommen führte. Dennoch ist die Steuerbelastung im internationalen Vergleich niedrig, was sich auch in der niedrigen Fiskalquote von 20,8 Prozent ausdrückt.

Das Vermögen der obersten zehn Prozent der Steuerpflichtigen lag rund 19 Mal höher als der Medianwert. Das dürfte Wind in den Segeln der Opposition bedeuten, die fordert, Vermögen stärker zu besteuern. Wie schätzen Sie die Steuergerechtigkeit in Liechtenstein ein?

Grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass die Steuergerechtigkeit in Liechtenstein gegeben ist. Aus der Statistik geht zum Beispiel hervor, dass 42,7 Prozent der steuerpflichtigen Personen weniger als 1000 Franken an Vermögens- und Erwerbssteuern bezahlen. Demgegenüber bezahlen 1,3 Prozent der steuerpflichtigen Personen mehr als 50 000 Franken und tragen damit mehr als einen Drittel der gesamten Vermögens- und Erwerbssteuern. Dies liegt auch daran, dass das Vermögen in Liechtenstein über den Sollertrag relativ stark besteuert wird.

Das vollständige Interview lesen Sie im „Volksblatt“ vom Samstag (23.9.2017).

(df)

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