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Sandro Wieser: "Ich bin einfach froh, beim Nationalteam zu sein." (Foto: MZ)
Sport
Liechtenstein|30.08.2017 (Aktualisiert am 30.08.17 14:27)

Wieser: "Bin einfach froh, hier zu sein"

TRIESEN - Sandro Wieser durchlebt beim Reading FC schwierige Zeiten. Sein Arbeitgeber hat ihn aussortiert, lässt ihn nicht mal mehr im U23-Team spielen. Wie seine Zukunft aussieht, ist weiter offen. Er sagt: «Erst einmal freue ich mich auf die Länderspiele.»

Sandro Wieser: "Ich bin einfach froh, beim Nationalteam zu sein." (Foto: MZ)

TRIESEN - Sandro Wieser durchlebt beim Reading FC schwierige Zeiten. Sein Arbeitgeber hat ihn aussortiert, lässt ihn nicht mal mehr im U23-Team spielen. Wie seine Zukunft aussieht, ist weiter offen. Er sagt: «Erst einmal freue ich mich auf die Länderspiele.»

Das Signal von Readings Trainer Jaap Stam war eindeutig. Sandro Wieser spiele beim englischen Championship-Verein keine Rolle mehr: «Er kann den Verein verlassen», erklärte der Holländer zu Beginn der Sommervorbereitung. Danach reiste Stam ohne den Liechtensteiner Internationalen ins Trainingscamp.

Wieser war erst vor einem Jahr nach England gewechselt – doch zu einem Einsatz in der ersten Mannschaft kam es nie. Wieser musste sich mit vereinzelten Spielen im U23-Team begnügen, ehe er in der Rückrunde auch noch verletzungsbedingt ausfiel. Und jetzt steht der 24-jährige Triesner zwar mit einem noch zwei Jahre gültigen und gut dotierten Vertrag da, aber eben auch ohne Per­spektive. Spielpraxis erhält er in Reading jedenfalls nicht mehr. Auch nicht im U23-Team, wie Wieser erklärt, und die Option eines Leihgeschäfts besteht offenbar auch nicht: «Sie wollen, dass ich den Verein ganz verlasse.»

«Ich höre mir jedes Angebot an»

Doch Wieser will nicht überstürzt handeln. Er weiss, dass er einen guten Vertrag hat. Und er sagt auch: «Ich bin nicht mehr 18. Wenn ich gehe, muss es schon etwas sein, das passt.» Zu Angeboten von anderen Vereinen will er sich lieber nicht äus­sern. «Alles was in dieser Hinsicht passiert, macht meine Familie mit dem Berater.» Offen sei er grundsätzlich für alles: «Ich höre mir jedes Angebot an.» Letztlich müsse aber das Bauchgefühl stimmen. Und wohl auch der Lohn. Denn klar ist: Geht der 38-fache Internationale zu einem deutlich kleineren Club, würde er viel Geld verlieren. Das internationale Transferfenster schliesst morgen Donnerstag. Es ist nicht auszuschliessen, dass Wieser bis dahin doch noch einen neuen Arbeitgeber findet. «Es kann schnell gehen», sagt der Techniker, «aber ich mache mir darüber keinen Kopf, ich will momentan einfach die Zeit hier in der Nationalmannschaft geniessen. Ich bin froh, hier zu sein.»

Pauritsch lobt Wieser

Während der ersten Trainings mit der Landesauswahl gestern in Triesen lacht der Mittelfeldspieler viel – und überzeugt immer wieder mit technischen Finessen. «Er hat gleich wieder einen guten Eindruck hinterlassen», sagte auch Nationaltrainer Rene Pauritsch danach. Wieser betont derweil, er freue sich sehr auf die bevorstehenden Länderspiele in Albanien (am Samstag, 18 Uhr) und gegen Spanien (Dienstag, 20.45 Uhr in Vaduz). «Ich denke jetzt nicht an einen möglichen Wechsel. Ich konzentriere mich nur auf die Leistung, wir müssen als Team zwei gute Spiele abliefern. Und was meine Leistungen betrifft, möchte auch ich danach ein gutes Gefühl haben.»

Sandro Wieser, der in seiner Karriere schon für Basel, Hoffenheim, Ried, Aarau und Thun auflief, kann sich auch einen Wechsel nach Nordamerika vorstellen. Ganz nach dem Vorbild von Nationalmannschaftskollege Nicolas Hasler, der in diesem Sommer beim Toronto FC bislang voll eingeschlagen hat. «Das wäre mit Sicherheit eine interessante Option und eine super Lebenserfahrung. Ich kenne schon ein paar Spieler, die dort in der Major League Soccer spielen.»

 

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(mp)

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