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Erbprinz Alois. (Archivfoto: Michael Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|15.08.2017 (Aktualisiert am 15.08.17 12:13)

Erbprinz: "Verschuldenspolitik für uns keine Option"

VADUZ - Erbprinz Alois betonte anlässlich seiner Rede zum Staatsfeiertag, dass Liechtenstein eine langfristige Perspektive einnehmen muss, um die Zukunft für alle attraktiv zu gestalten. "Eine solche langfristige Orientierung sollte auch berücksichtigen, dass alles, was der Staat verteilt, zuerst erwirtschaftet werden muss und die Wirtschaft dafür attraktive Rahmenbedingungen benötigt", erinnert er.

Erbprinz Alois. (Archivfoto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Erbprinz Alois betonte anlässlich seiner Rede zum Staatsfeiertag, dass Liechtenstein eine langfristige Perspektive einnehmen muss, um die Zukunft für alle attraktiv zu gestalten. "Eine solche langfristige Orientierung sollte auch berücksichtigen, dass alles, was der Staat verteilt, zuerst erwirtschaftet werden muss und die Wirtschaft dafür attraktive Rahmenbedingungen benötigt", erinnert er.

"Der Staatshaushalt hat sich weiter stabilisiert und bei der Weltwirtschaft ist eine Erholung bemerkbar", so der Erbprinz. Trotzdem gebe es international Herausforderungen durch den zunehmenden Protektionismus, den Brexit, die Migrantenströme sowie die unsichere Zukunft des Euros. Auch national sei Liechtenstein gefordert: Etwa durch die technologische sowie die demografische Entwicklung. "Dank unserer grossen politischen und wirtschaftlichen Stabilität, unserer hervorragend ausgebildeten Bevölkerung und unseren attraktiven Rahmenbedingungen können wir diesen Herausforderungen jedoch von einer guten Ausgangsposition her entgegentreten. Wir müssen heute nicht mehr von grossem Druck getrieben reagieren, sondern können wieder nach unserem eigenen Tempo die Zukunft gestalten", betonte Erbprinz Alois.

Zukunft mit Bedacht gestalten

Der Staat solle in den nächsten Monaten Reformen zwar rechtzeitig, aber ohne unnötige Hast angehen. Erbprinz Alois warnte aber davor, Steuergelder mit der Giesskanne zu verteilen. "Wir sollten eine langfristige Perspektive einnehmen, bei der nicht eine Generation zulasten einer anderen benachteiligt wird und bei der ein jeder die Chance erhält, sich aus eigener Tatkraft eine attraktive Zukunft zu gestalten. Eine solche langfristige Orientierung sollte auch berücksichtigen, dass alles, was der Staat verteilt, zuerst erwirtschaftet werden muss und die Wirtschaft dafür attraktive Rahmenbedingungen benötigt", ermahnte der Erbprinz. Ein Ausgleichen des Staatshaushalts habe dabei oberste Priorität, denn als Kleinstaat ohne eigene Notenbank sei eine "Verschuldenspolitik keine Option".

Weitere Reformen nötig

"Um in Zukunft die Generationengerechtigkeit sicherzustellen, werden wir in den nächsten Jahren weitere Reformen im Bereich der Altersvorsorge, der Gesundheitsvorsorge und Pflege benötigen. Um die Chancengerechtigkeit zu verbessern, sollten wir unser Bildungssystem weiter optimieren und eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf sicherstellen", erklärte seine Durchlaucht.

Mehr zum Staatsfeiertag lesen Sie im „Volksblatt“ vom Mittwoch (16.8.2017) und in der Onlineausgabe.

(df)

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