Wilfried Marxer, Leiter des Liechtenstein-Instituts, analysierte die Abstimmung. (Foto: Michael Zanghellini)
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Liechtenstein|19.10.2016 (Aktualisiert am 19.10.16 19:01)

"Familie und Beruf": Gegner fürchteten Diskriminierung der traditionellen Familie

GAMPRIN/BENDERN - Das Liechtenstein-Institut hat eine Umfrage zum Abstimmungsverhalten über die auf der Initiative der Wirtschaftskammer "Familie und Beruf" basierenden Abstimmung über das Familienzulagengesetz durchgeführt. Die hohe Ablehnung resultierte hauptsächlich daraus, dass das Stimmvolk fürchtete, die traditionelle Familie werde dadurch diskriminiert.

Wilfried Marxer, Leiter des Liechtenstein-Instituts, analysierte die Abstimmung. (Foto: Michael Zanghellini)

GAMPRIN/BENDERN - Das Liechtenstein-Institut hat eine Umfrage zum Abstimmungsverhalten über die auf der Initiative der Wirtschaftskammer "Familie und Beruf" basierenden Abstimmung über das Familienzulagengesetz durchgeführt. Die hohe Ablehnung resultierte hauptsächlich daraus, dass das Stimmvolk fürchtete, die traditionelle Familie werde dadurch diskriminiert.

Am 18. September stimmte das Volk über die Vorschläge der Wirtschaftskammer ab - und erteilte diesen eine klare Absage. 82,4 Prozent stimmten gegen die Abänderung des Familienzulagengesetzes. Gemäss der Umfrage des Liechtenstein-Instituts liegt der Hauptgrund für die Ablehnung in einer befürchteten Diskriminierung der traditionellen Familie. Als zweites begründeten die Befragten, die Vorlage sei unausgereift, nicht durchdacht oder einseitig. Viele fanden ausserdem, dass sie vielmehr die Wirtschaft als die Familie fördere.

Gründe für die Initiative

Die beiden am meist genannten Argumente für die Zustimmung zur Vorlage waren gemäss den Erhebungen des Liechtenstein-Instituts die grundsätzliche Notwendigkeit eines Ausbaus von Kindertagesstätten sowie die generelle Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Viele Befragten wollten, dass "etwas vorwärts geht". Soziodemografische Faktoren spielten dagegen keine besondere Rolle bei der Entscheidung.

Die ausführliche Analyse lesen Sie im „Volksblatt“ vom Donnerstag (20.10.2016).

(df)

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