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Hoffnungslosigkeit hat viele Gesichter: Etwa diese in Guatemala. (Foto: RM)
Politik
International|27.07.2016

Armenviertel sind Kriegsgebiete

VADUZ - Im Sommer 2014 überquerten fast 50 000 Kinder heimlich, illegal und ohne Begleitung die Grenze zu USA. Diese Migration verursachte in den USA eine panikähnliche Stimmung. Die Kinder waren aus dem «Nördlichen Dreieck» Zentralamerikas gekommen, also aus El Salvador, Guatemala und Honduras.

Hoffnungslosigkeit hat viele Gesichter: Etwa diese in Guatemala. (Foto: RM)

VADUZ - Im Sommer 2014 überquerten fast 50 000 Kinder heimlich, illegal und ohne Begleitung die Grenze zu USA. Diese Migration verursachte in den USA eine panikähnliche Stimmung. Die Kinder waren aus dem «Nördlichen Dreieck» Zentralamerikas gekommen, also aus El Salvador, Guatemala und Honduras.

Dieses humanitäre Drama überschnitt sich mit dem Zustrom illegaler Drogen: 2014 stammten mehr als 80 Prozent des in die USA importierten Kokains ebenfalls aus dem Nördlichen Dreieck. Die Entscheidungsträger in Washington sahen die Zuflüsse an Migranten und Drogen als eine Bedrohung für die nationale Sicherheit an, die eine koordinierte regionale Reaktion erforderte. Aus Angst vor einer Militarisierung der US-Strategie reisten die Regierungs-chefs der drei betroffenen Länder nach Washington, um Präsident Barack Obama zu bitten, ihnen mit den zugrunde liegenden Ursachen für diese Probleme zu helfen. Das Programm, das die Obama-Regierung daraufhin entwickelte, trug den Namen «Alliance for Prosperity». Seine jährliche Finanzierung von 750 Millionen Dollar war mehr als doppelt so hoch wie die finanzielle Beihilfe, die Mittelamerika in den vergangenen Jahren erhalten hatte. Die Schwierigkeit bei der «Alliance for Prosperity» und der dazu parallel verlaufenden Bekämpfung der Drogenlieferungen ist, dass hier ein gleichförmiger Ansatz angewandt wird, der die jeweiligen Unterschiede zwischen den Ländern des Nördlichen Dreiecks nicht berücksichtigt. 

In seinem aktuellen GIS-Bericht analysiert Joseph S. Tulchin die Strukturen und Massnahmen in diesen Ländern.

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Mittwoch (27.07.2016) und in der Onlineausgabe.

(red)

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