Dienstag - 31. Mai 2016 | 08:36

Katar und Russland – Geopolitik durch Erdgas

VADUZ - Katars Aussenpolitik unterscheidet sich von der der anderen sunnitischen Golfstaaten in einigen wichtigen Aspekten.

(Foto: AP)

Erstens ist Katar einer der weltgrössten Exporteure von Erdgas, was bei dem Land zu einer etwas anderen geopolitischen und wirtschaftlichen Ausrichtung führt als bei seinen ölproduzierenden Nachbarn. Zweitens hat es immer wieder militante Islamisten unterstützt, einschliesslich der Muslimbruderschaft in Ägypten. Drittens sind seine Beziehungen zum Iran weniger von Feindschaft geprägt. Dies macht Katar zu einer Kuriosität im Golf-Kooperationsrat (GCC), obwohl die Katarer die wahabitische Auslegung des sunnitischen Islams teilen und die Bemühungen unterstützen, Syriens Präsident Baschar al-Assad zu stürzen, der viel Rückendeckung aus Moskau und Teheran erhält. Das Unterscheidungsmerkmal von Katars Annäherung an den Iran ist der Pragmatismus. Dies kann vor allem durch die Geologie erklärt werden. Katars Hauptquelle seines Reichtums – seine Offshore-Gasfelder – grenzt an die Vorkommen seines grossen und mächtigen Nachbarn auf der nördlichen Seite des Persischen Golfs. Dies allein gebietet eine vorsichtigere und ausgewogene Haltung.

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Dienstag (31.05.2016) und in der Onlineausgabe.

(red)

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