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Politik
Liechtenstein|11.12.2015 (Aktualisiert am 11.12.15 14:39)

FMA nahm Pensionskassen unter die Lupe

VADUZ - FMA veröffentlichte am Freitag einen Bericht zur Lage der Pensionskassen. Laut ihren Erhebungen waren in der betrieblichen Personalvorsorge Ende 2014 knapp 40 000 Personen versichert. Der durchschnittliche Deckungsgrad der Pensionskassen sei bei 106 Prozent gelegen. Das Tiefzinsumfeld und demografische Veränderungen würden die Vorsorgeeinrichtungen fordern.

Die FMA Liechtenstein beaufsichtigte Ende 2014 24 Pensionskassen, wobei es sich um neun Sammelstiftungen und 15 betriebseigene Vorsorgeeinrichtungen handelt. Die gesamten Aktiven der Pensionskassen beliefen sich Ende 2014 auf 5,8 Milliarden Franken, was etwa dem liechtensteinischen Bruttoinlandsprodukt oder 154 000 Franken pro Kopf entspricht. Dies unterstreiche die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung der betrieblichen Personalvorsorge, so die FMA in einer Medienaussendung zum Bericht.

 

Die liechtensteinischen Pensionskassen versicherten Ende 2014 39 840 Personen. Die ausgezahlten Leistungen an die Versicherten in Form von Altersrenten, Kapitalleistungen bei Pensionierung, Witwen-/Witwerrenten, Invalidenrenten oder weiteren Leistungsarten hätten im Jahr 2014 165 Millionen Franken betragen. Der Bestand an Rentnern wuchs im Vorjahresvergleich um 4,5 Prozent, gegenüber einer Zunahme von 2,8 Prozent der aktiv Versicherten.

 

Durchschnittlicher Deckungsgrad bei 106 Prozent

Nach drei Jahren mit guten Anlagerenditen wiesen per Ende 2014 alle 24 liechtensteinischen Pensionskassen bis auf eine Vorsorgestiftung einen Deckungsgrad aus, der über 100 Prozent lag. Zum Jahresende 2014 lag der durchschnittliche, gleichgewichtete Deckungsgrad bei 106 Prozent, im Vergleich zu noch 104,5 Prozent  im Vorjahr. Die durchschnittliche Anlagerendite der Pensionskassen betrug im Jahr 2014 5,3 Prozent. Mit einer Ausnahme erwirtschafteten alle Pensionskassen eine positive Anlagerendite. Der Rentenumwandlungssatz lag im Durchschnitt im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 6,2 Prozent, während der durchschnittliche technische Zinssatz bei 2,9 Prozent lag.

 

Als sehr herausfordernd für die Pensionskassen würde sich laut FMA das weltweit tiefe Zinsniveau erweisen. In diesem Umfeld sei es für die Pensionskassen schwierig, die notwendigen Anlagerenditen zur Finanzierung der Leistungen der 2. Säule des Vorsorgesystems zu erwirtschaften. Das Tiefzinsumfeld trifft die Pensionskassen zudem in einer Zeit, in welcher die Leistungen absehbar ansteigen werden, angesichts der alternden Bevölkerung und wachsenden Zahl von Beschäftigten, die in den kommenden Jahren das Renteneintrittsalter erreichen werden, führt die FMA aus.

 

Reform der betrieblichen Personalvorsorge

Neben Zahlen und Fakten zur Lage der Vorsorgeeinrichtungen beschäftigt sich die Publikation der FMA mit den Ansätzen der aktuellen Revision des Gesetzes über die betriebliche Personalvorsorge (BPVG). Die Reform adressiere sowohl das Tiefzinsumfeld als auch die demographischen Veränderungen, schliess die FMA

(pd/red)

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