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Leserbrief

Klaus Schwab wehrt sich gegen Urs Kindle

Klaus Schwab, Gründer und Präsident des World Economic Forum | 13. September 2019

Ich würde Herrn Urs Kindle bitten, meine Veröffentlichungen und Reden zu lesen, bevor er mich in populistischer Weise als menschenverachtender Globalisierer bezeichnet. Seit Gründung des World Economic Forums (WEF) habe ich für den sogenannten Stakeholder-Kapitalismus gekämpft, das heisst dafür, dass eine Unternehmensleitung nicht nur den Aktionären dient, sondern allen, die mit dem Unternehmen verbunden sind, das heisst Mitarbeiter, Stab, Kunden usw. In meinen Artikeln habe ich bereits vor vier Jahrzehnten davor gewarnt, dass Globalisierung nachhaltig mit sozialer Verantwortung verbunden sein muss, um langfristig tragbar zu sein. Es ist diese Stakeholder-Philosophie, die von allen meinen Mitarbeitern getragen wird. Falls Herr Kindle sich bemüht, unsere Webseite anzusehen, wird er überzeugt sein, dass wir das Stakeholder-Konzept nicht nur predigen, sondern durch zahlreiche Initiativen auch praktizieren. Als Beispiel möchte ich nur die «Global Alliance for Vaccines and Immunization Initiative» (GAVI) nennen, die in Davos geboren wurde und die es erlaubte, bis heute mehr als 700 Millionen Kinder in Entwicklungsländern zu impfen und damit mindestens 10 Millionen frühzeitige Sterbefälle verhindert hat.

Klaus Schwab, Gründer und Präsident des World Economic Forum

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