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Leserbrief

Armut trotz Vollzeitbeschäftigung

Fredy Litscher,Gewerkschaftssekretär LANV | 12. September 2019

Gemäss Gesellschaftsminister Pedrazzini («Volksblatt» vom 11. September, Seite 5) gibt es in Liechtenstein eine ganze Reihe von Leistungen, die Einkommensdefizite ausgleichen. Das ist korrekt. Aber weshalb muss der Staat bei Personen, die Vollzeit beschäftigt sind, überhaupt ein Einkommensdefizit ausgleichen? Wie ist es möglich, dass in Liechtenstein – notabene einem Land, in dem der tiefste GAV-Lohn 3250 Franken beträgt und von Gesetzes wegen berufs- und branchenübliche Löhne bezahlt werden müssen – Löhne von 2600 Franken bezahlt werden können? Also ein Brutto-Lohn für eine Vollzeitstelle, der einem Existenzminimum entspricht! Das gute Sozialsystem Liechtensteins sollte der Absicherung sozial Benachteiligter dienen und nicht als Quersubventionierung für Arbeitgeber.


Fredy Litscher,
Gewerkschaftssekretär LANV

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