Leserbriefe
Samstag, 7. Oktober 2017
Hannoveranischer Schildbürgerstreich

Landtagsgebäude

Ich stand mit Architekt Walter Walch 2008 auf der Dachterrasse vom Postgebäude und er fragte mich, was ich von dem vor uns liegenden neuen Landtagsgebäude halte Ich sagte ihm geradeheraus, dass ich es schlecht finde und dass ich ein Wettbewerbs-Projekt von einem Wiener Architekten am besten gefunden habe. Seine Antwort: «Na, dann können wir ja wieder in den Pausenraum reingehen ...» Der Architekt aus Hannover hatte so offensichtlich einen Schildbürgerstreich dem Lande Liechtenstein vor die Nase gesetzt – und keiner wollte es sehen! Vom Partnerarchitekten Frick aus Liechtenstein auch nicht! Er hätte die Aufgabe gehabt, diese Schnapsidee mit den Ziegeln als Bauleitungsbüro zu stoppen! Seine Versicherung hat diese Landtagsdach-Renovation zu bezahlen und nicht das Volk von Liechtenstein! Das ist nachweislich ein Bauleitungsfehler! Herr Regierungschef! Der Hannoveraner hatte die Architektur des Landtagsgebäudes auf der Idee von Pfahlbauten aufgebaut! Und er hatte recht! Unsere Verantwortlichen – vom Land angefangen, über den Bauamtschef bis hin zu Regierung und Landtag – waren wie eingelullt von diesem Schildbürgerstreich! Sie waren einfach blind! Einzig der Landtagsabgeordnete Rudolf Lampert hat sich mit Händen und Füssen gegen die Hannoveraner gewehrt, dass im Vortragssaal im Keller nicht vor jedem Tisch ein Pfahl steht, damit man den Vortragenden auch noch sehen kann! Nach nur 9 Jahren muss das Landtagsgebäudedach renoviert werden. Die ganze Angelegenheit hatte damals nur 40 Millionen gekostet, da kann es ja nichts ausmachen, wenn für ein paar Hunderttausend Franken nach 9 Jahren ein bisschen renoviert wird, oder nicht Wo sind wir heute Keinen winzigen Schritt weiter! Da können sich Bürger für das Land einsetzen wie sie wollen, um soziale oder finanzielle Verbesserungen zu erreichen. Wenn Führungspersonen aus der Pfahlbauzeit (5000 v. Chr.!) vorne dran sind, können sie ja unsere Sprache nicht verstehen und die Wünsche des Volkes auch nicht erfüllen. Siehe vergangene Landtagssitzungen. Da ist tatsächlich einigen Landtagsabgeordneten aufgefallen, dass die Regierung sich für Anliegen nicht einsetzt ... Warum Weil die Sprache des Volkes halt über die Pfahlbautensprache ... *^$£¥»{#.<~|\_ .,*. hinausgeht ...! Ich hoffe, dass jetzt endlich voller Einsatz fürs Volk von allen Politikern an den Tag gelegt wird und alle Missstände, die ich diese Woche aufgedeckt habe, speditiv angegangen werden!

Kurt Alois Kind, Essanestrasse 164, Eschen

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