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Stuckateur-Weltmeister 2017 Raffael Beck mit seiner Goldmedaille. Solche Erfolge sollten auch auf europäischer Ebene verbucht werden, findet die Regierung. (Foto: Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|16.05.2018 (Aktualisiert am 16.05.18 22:31)

Liechtenstein will an die Europameisterschaft

VADUZ - Nach diversen Erfolgen an den Berufsweltmeisterschaften (WorldSkills) will Liechtenstein nun auch an den EuroSkills – der Berufseuropameisterschaft – teilnehmen. Damit beabsichtigt die Regierung, die hiesige Berufsbildung weiter zu stärken.

Stuckateur-Weltmeister 2017 Raffael Beck mit seiner Goldmedaille. Solche Erfolge sollten auch auf europäischer Ebene verbucht werden, findet die Regierung. (Foto: Zanghellini)

VADUZ - Nach diversen Erfolgen an den Berufsweltmeisterschaften (WorldSkills) will Liechtenstein nun auch an den EuroSkills – der Berufseuropameisterschaft – teilnehmen. Damit beabsichtigt die Regierung, die hiesige Berufsbildung weiter zu stärken.

Seit 1968 nimmt Liechtenstein an den Berufsweltmeisterschaften teil und hat in diesen Zeitraum bereits 17 Mal Gold, 13 Mal Silber und 20 Mal Bronze gewonnen.

Die EuroSkills haben sich neben den WorldSkills zum zweitgrössten internationalen Anlass für die Bildungsbranche etabliert. Liechtenstein ist als einziges mitteleuropäisches Land noch nicht Mitglied, was sich nun ändern soll. «Die angestrebte Mitgliedschaft ist ein Mehrwert für alle Partner, die sich in der Berufsbildung engagieren», wird Bildungsministerin Dominique Gantenbein in einer Aussendung vom Dienstag zitiert.

Bei den EuroSkills ist das Alterlimit mit 25 Jahren höher als bei den WorldSkills mit 22 Jahren. Dies ermöglicht somit den Lernenden, die eine Zusatzlehre absolvieren oder sich erst später für eine Lehre entscheiden (beispielsweise die Way-Up-Lehre für Maturandinnen und Maturanden), an dem Wettbewerb teilzunehmen und sich international mit anderen Berufs-Profis zu messen.

Auch gibt es die Möglichkeit an beiden Wettbewerben teilzunehmen. Beispielsweise können die EuroSkills als Qualifikation für die bevorstehenden Weltmeisterschaften genutzt werden oder die Teilnehmenden der Weltmeisterschaft können ihre Leistung auf europäischer Ebene nochmals zeigen.

EuroSkills und WorldSkills wechseln sich jährlich ab. «Die verstärkte Medienpräsenz ist ein wichtiger Aspekt für die Etablierung eines Sponsoring-Konzeptes für WorldSkills Liechtenstein», lässt sich Stefan Sohler, Geschäftsführer der Agentur für Internationale Bildungsangelegenheiten (AIBA), in der Mitteilung zitieren.

Prüfungsvorbereitung soll stärker subventioniert werden

Ebenfalls verkündete die Regierung am Mittwoch, dass die Vorbereitungskurse zu Berufsprüfungen und Höheren Fachprüfungen (ehemals Meisterprüfungen) finanziell stärker unterstützt werden sollen.

Als Entscheidungsgrundlage habe man umfangreiche Abklärungen getätigt: Kosten, Vergleich mit den benachbarten Schweizer Kantonen, Subjektfinanzierung versus Objektfinanzierung und rechtliche Auswirkungen.

Die neue Regelung soll für die Lehrgangsteilnehmenden ab dem Jahr 2019 angewendet werden. Das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung (ABB) vereinbart mit den relevanten Schulen einen Abrechnungsprozess, damit die Unterstützung direkt von den Kurskosten abgezogen wird.

(red/pd)

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