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Liechtenstein|14.05.2018 (Aktualisiert am 14.05.18 16:23)

Erster Masernfall in Liechtenstein seit zehn Jahren

VADUZ - Letzte Woche kam es in Liechtenstein zum ersten Masernfall seit zehn Jahren, wie das Amt für Gesundheit am Montag mitteilte. Der betroffenen Person geht es wieder gut, sie ist nicht mehr ansteckend. Sie hatte sich während eines Aufenthaltes im Ausland ausgesteckt. 

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VADUZ - Letzte Woche kam es in Liechtenstein zum ersten Masernfall seit zehn Jahren, wie das Amt für Gesundheit am Montag mitteilte. Der betroffenen Person geht es wieder gut, sie ist nicht mehr ansteckend. Sie hatte sich während eines Aufenthaltes im Ausland ausgesteckt. 

Die erkrankte Person ist am Montag vergangene Woche von einem Auslandaufenthalt nach Liechtenstein zurückgekommen. Am Mittwoch wurde sie bei ihrer Hausärztin vorstellig. Aufgrund der Symptome wurde sie mit Verdacht auf eine Masernerkrankung ins Liechtensteinische Landesspital (LLS) überwiesen. "Die Ansteckung ist während ihrem Auslandaufenthalt erfolgt", stellt das Amt in der Mitteilung klar.

Quarantäne und Nachimpfung Betroffener

Die betreuenden Ärzte hätten schnell reagiert. Solange sie infektiös war, wurde die erkrankte Person isoliert, um eine Weiterverbreitung des Virus zu verhindern. Daraufhin sei der Impfstatus aller Personen, welche mit der Erkrankten Kontakt hatten, kontrolliert worden. Fast alle Kontaktpersonen waren gemäss Impfempfehlung zwei Mal gegen Masern geimpft. Bei Personen, die nicht oder unvollständig geimpften waren, sei nachgeimpft worden. Die erkrankte Person hatte in ihrer Kindheit in ihrer damaligen Heimat nur eine Dosis der Masernimpfung erhalten. Nach einer unerwünschten Wirkung auf diese erste Dosis entschied ihr damaliger Arzt gemäss dem Amt für Gesundheit korrekt, die zweite Dosis nicht zu verabreichen.

Seit Sonntag ist die erkrankte Person wieder zu Hause. Es geht ihr gut und sie ist nicht mehr ansteckend.

Zweifache Impfung schützt

Es gibt gemäss Mitteilung kein Medikament, das die Masernviren direkt bekämpfen kann. Bei Masern erfolgt daher eine rein symptomatische Behandlung. Es geht darum, die Beschwerden zu lindern um den Körper dabei zu unterstützen, die Masernviren zu bekämpfen. Masern können sehr unterschiedlich verlaufen. Wie sich die Krankheit entwickelt, hängt vor allem davon ab, wie gut das Immunsystem auf die Infektion reagiert und wie schnell die Symptome behandelt werden. Bei Erwachsenen verlaufen die Masern gewöhnlich schwerer als bei Kindern.

"Die Impfung schützt zuverlässig vor Masern", so das Amt für Gesundheit weiter. Es empfiehlt eine zweimalige Impfung gegen Masern-Mumps-Röteln, im Abstand von mindestens vier Wochen. "Ihr Hausarzt, ihre Hausärztin kontrolliert gerne ob Sie geimpft sind."

Dieser Fall zeigt gemäss dem Amt auch: Dank der in Liechtenstein fast flächendeckend umgesetzten zweimaligen Impfung und dank der schnellen Reaktion der betreuenden Ärzte ist es bisher bei dem einen Fall geblieben. "Eine einmalige Impfdosis ist leider, wie der Fall zeigt, nur ungenügend. Wer sich gegen Masern impfen lässt, schützt sich selbst und andere. Durch eine hohe Durchimpfungsrate werden Personen mit geschwächtem Immunsystem vor der für sie sehr gefährlichen Krankheit geschützt", weist das Amt für Gesundheit nochmals auf die Bedeutung einer Masernimpfung hin.

Weitere Informationen zu Masern finden Sie auf der Website des Amtes für Gesundheit, www.ag.llv.li

(red/ikr)

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