Erbprinz Alois im Gespräch mit «Volksblatt»-Chefredakteurin Doris Quaderer. (Foto: Michael Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|31.12.2017

Erbprinz: «Wir müssen uns nicht überall dem Mainstream anpassen»

VADUZ - Wie das Fürstenhaus das 300-Jahr-Jubiläum feiert, welche Investitionen die
Regierung in Angriff nehmen sollte und wie er über Rheinaufweitung, einen islamischen Friedhof oder eine Frauenquote denkt, das alles erklärt das geschäftsführende Staatsoberhaupt, Erbprinz Alois von Liechtenstein, im grossen «Volksblatt»-Neujahrsinterview.

Erbprinz Alois im Gespräch mit «Volksblatt»-Chefredakteurin Doris Quaderer. (Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Wie das Fürstenhaus das 300-Jahr-Jubiläum feiert, welche Investitionen die
Regierung in Angriff nehmen sollte und wie er über Rheinaufweitung, einen islamischen Friedhof oder eine Frauenquote denkt, das alles erklärt das geschäftsführende Staatsoberhaupt, Erbprinz Alois von Liechtenstein, im grossen «Volksblatt»-Neujahrsinterview.

«Volksblatt»: Durchlaucht, das Thema «300 Jahre Liechtenstein» hat uns bereits im Jahr 2017 stark beschäftigt. Plant eigentlich die fürstliche Familie auch etwas anlässlich des Jubiläums?

Erbprinz Alois: Für das 300-Jahr-Jubiläum ist eine Ausstellung der Fürstlichen Sammlungen im Kunstmuseum geplant. Ausserdem sollen weitere Objekte der Fürstlichen Sammlungen im Rahmen einer Jubiläumsausstellung im Landesmuseum gezeigt werden.

Die Familie selbst feiert nicht?

Die Vereinigung der Grafschafen Schellenberg und Vaduz zum Reichsfürstentum ist ja in der Familienhistorie doch ein entscheidender Meilenstein. Die Familie wird wahrscheinlich wie schon bei bisherigen, mit dem Land gemeinsamen Jubiläen primär mit der Bevölkerung feiern. Ich könnte mir aber vorstellen, dass allfällige neue Erkenntnisse aus der historischen Aufarbeitung dieses Jubiläums auch familiengeschichtlich interessant sind und bei einem nächsten Familienanlass den Familienmitgliedern noch besonders vorgestellt werden. 


Eingebettet in die Jubiläumsfeierlichkeiten wird es also eine Ausstellung im Kunstmuseum geben.  Warum gibt es eigentlich keine permanente, grössere Ausstellung der fürstlichen Sammlungen in Liechtenstein?

Das würde ja die Attraktivität von Liechtenstein für Touristen deutlich steigern. Eigentlich gibt es ein ständiges Angebot von Seiten des Fürstenhauses, die Sammlungen im Rahmen grösserer Ausstellungen im Land zu präsentieren. In den letzten Jahren hat es aus verschiedenen Gründen nur selten solche Ausstellungen gegeben. Es gibt aber Überlegungen, die Jubiläums-Ausstellung zum Anlass zu nehmen, um wieder regelmässig grössere Ausstellungen der Fürstlichen Sammlungen in Liechtenstein zu zeigen. 

«Es gibt Überlegungen,
(...), wieder regelmässig
grössere Ausstellungen der
fürstlichen Sammlungen in
Liechtenstein zu zeigen.»

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