Die Situation für Nationaltrainer Rene Pauritsch ist aktuell keine Einfache. (Foto: Michael Zanghellini)
Nationalteam
Liechtenstein|29.12.2017

Dem Rück­gang an Fuss­ball­profis entgegenwirken

VADUZ - Der jüngste Rücktritt aus dem Profifussball von Daniel Kaufmann hat erneut eine Schwäche in der Nationalmannschaft aufgezeigt: Immer weniger Spieler sind Profis und deshalb sinkt auch das Niveau des LFV-Teams.

Die Situation für Nationaltrainer Rene Pauritsch ist aktuell keine Einfache. (Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Der jüngste Rücktritt aus dem Profifussball von Daniel Kaufmann hat erneut eine Schwäche in der Nationalmannschaft aufgezeigt: Immer weniger Spieler sind Profis und deshalb sinkt auch das Niveau des LFV-Teams.

«Es ist verdammt schwierig, das Niveau zu halten, wenn wir immer weniger Profis haben», bringt es Liechtensteins A-Nationaltrainer und Technischer Leiter beim LFV Rene Pauritsch auf den Punkt. Das widerspiegelt sich auch beim Blick auf die Weltrangliste. Aktuell ist Liechtenstein nur mehr die Nummer 181 der Welt. «Der Rückgang an Profis hat Auswirkungen und wir reden in den letzten Jahren ja über nichts anderes als das», so Pauritsch. Nach dem Rücktritt von Daniel Kaufmann, der im Amateurfussball beim FC Balzers seine Karriere fortsetzen wird, sind mit Peter Jehle und Franz Burgmeier zwei weitere Spieler in einem Alter, in dem sie sich Gedanken über einen Rücktritt machen könnten. Dieser weitere Aderlass, wenn er dann eintritt, würde das Nationalteam weiter schwächen. Zwar spielt Kaufmann weiterhin Fussball, doch der Aufwand im Amateurbereich ist geringer, als wenn man Profi ist. In derselben Situation befindet sich auch Keeper Benjamin Büchel, der sich kürzlich Erstligist Thalwil angeschlossen hat – auch der frühere England-Legionär machte gezwungenermassen den Schritt zurück in den nicht-professionellen Fussball. «Spielpraxis im Amateurfussball ist gut und schön, aber so macht man den Schritt nach vorne nicht», hält Pauritsch nüchtern fest.

Von elf Profis in der Startaufstellung im Moment nur zu träumen

Dennoch bemüht man sich beim LFV, diesen Trend zu stoppen und wieder mehr Liechtensteiner Profis etablieren zu können. «Wir versuchen, ein technisches Zentrum zu bekommen oder Kooperationen zu machen oder auch Schritte einzuleiten, um die Jungs früher im Verband ausbilden können. Wir tun alles Menschenmögliche, dass wir wieder dahin kommen, wo wir einmal waren», erklärt Rene Pauritsch.
In der Qualifikationskampagne für die WM 2006 etwa wies die Liechtensteiner Nationalmannschaft in gewissen Spielen jeweils elf Profis in der Startaufstellung auf. Davon kann Pauritsch derzeit nur träumen.

(red)

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