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Augmented Reality könnte den Arbeitsalltag in vielen Branchen prägen, simple AR-Brillen gehören in einigen Firmen bereits zur Arbeitsaustattung. (Foto: ZVG)
Wirtschaft
Liechtenstein|29.12.2017 (Aktualisiert am 29.12.17 10:24)

Wenn virtuelle und reale Welt verschmelzen

VADUZ - Augmented Reality ermöglicht es, virtuelle Inhalte mit der realen Welt zu verknüpfen. Bereits seit einigen Jahren positioniert sich das Unternehmen Optics Balzers fernab von Silicon Valley als Schlüssellieferant für die neue Technologie.

Augmented Reality könnte den Arbeitsalltag in vielen Branchen prägen, simple AR-Brillen gehören in einigen Firmen bereits zur Arbeitsaustattung. (Foto: ZVG)

VADUZ - Augmented Reality ermöglicht es, virtuelle Inhalte mit der realen Welt zu verknüpfen. Bereits seit einigen Jahren positioniert sich das Unternehmen Optics Balzers fernab von Silicon Valley als Schlüssellieferant für die neue Technologie.

Im Sommer 2016 sorgte ein auf Augmented Reality (AR) basierendes Smartphone-Game für grosses Aufsehen. «Pokemon Go» katapultierte die neue Technologie schlagartig ins Bewusstsein einer breiten Bevölkerungsschicht. Das Spielprinzip: Der Spieler muss sich in der realen Welt bewegen, um seinen Avatar in der Spielwelt zu steuern. Mittels Kamera bildet der Smartphonebildschirm die nähere Umgebung des Spielers inklusive der Monster namens Pokemon ab. Vielerorts liessen sich damals Menschen beobachten, die virtuelle Bälle durch Wischen über den Touchscreen warfen, um ein Pokemon einzufangen.


Einzug in den Arbeitsalltag

Neben diesem spielerischen Ansatz wird die Technologie in einfacher Form bereits auch in neueren Autos eingesetzt, wo sie direkt im Sehfeld des Fahrers Head-up-Displays (HUDs) einblenden, welche die wichtigsten Fahrdaten anzeigen. Der Vorteil dabei: Die Augen bleiben auf der Strasse und der Blick nach unten auf die Instrumente entfällt. In Zukunft dürften die HUDs auch die Navigation im Strassenverkehr wesentlich erleichtern, indem sie virtuelle Pfeile direkt auf den Teer projizieren.
Sitzt ein solches HUD auf dem Kopf, wird es Head-Mounted Display oder Near-Eye Display genannt. Als Anwendungsbeispiel hierbei gilt etwa «Hololens» von Microsoft. «Die Möglichkeiten von Hololens geben uns einen besseren Vorgeschmack auf potenzielle Anwendungen von Augmented Reality», sagt John Freiermuth, Chief Business Development Officer bei Optics Balzers, «sei das ein Haifisch, der während unseres virtuellen Tauchgangs im Wohnzimmer am Sofa vorbeischwimmt oder eine Selektion virtueller Stühle korrekt platziert am Esstisch, um das passende Modell vor dem Online-Einkauf zu wählen.»

Auch den Arbeitsalltag könnte die Technologie zukünftig in vielen Branchen prägen. Ohne zusätzliche Hardware kaufen zu müssen, könnten etwa Arbeitsplätze mit mehreren virtuellen Bildschirmen ausgestattet werden oder Architekten im virtuellen Atelier an einem Modell arbeiten, obwohl sie Hunderte von Kilometern voneinander entfernt sind.  Simple AR-Brillen wie beispielsweise Google Glass gehören bereits heute zum Arbeitsgerät vieler Menschen. Monteure von VW und Lageristen bei DHL beispielsweise tragen die Brillen, die ihnen Arbeitsanweisungen automatisch einblenden beziehungsweise helfen, Pakete zu identifizieren. Ein grosser Vorteil der Brillen ist, dass sie fest auf dem Kopf sitzen und beide Hände für Tätigkeiten frei genutzt werden können. «Wir sprechen hier also offensichtlich von einer Technologie, welche grössere Umwälzungen in unserem Alltag mit sich bringen könnte», sagt John Freiermuth. Allerdings werde es noch einiges an Entwicklungsanstrengungen brauchen, bis konsumentenfreundliche Brillen auf den Markt gelangen. Hierfür müsste die gesamte Technik in eine durchschnittliche Lesebrille oder Kontaktlinse passen. Doch spätestens dann, so sind sich Tech-Visionäre sicher, werden AR-Brillen den heute omnipräsenten Smartphones den Rang ablaufen.

«An beiden Enden des Spektrums begegnen wir unseren Kunden stets auf Augenhöhe und unterstützen sie darin, die Technologie von morgen in die Gegenwart zu bringen.»

«Technologie von morgen in die Gegenwart bringen»

Auf der technischen Seite ist Optics Balzers bereits ein wichtiger Partner der Industrie. Die in Liechtenstein entwickelten Teile befinden sich entweder im Bildgenerator, welcher die virtuellen Objekte auf das Auge projiziert oder im 3-D-Kameramodul, welches das Layout des Raumes scannt, um die virtuellen Objekte in der richtigen Position und Perspektive zu platzieren. Potenzial sieht man in Balzers in erster Linie noch in der multispektralen Sensortechnik. Denn je besser die AR-Brille ihre Umgebung vermessen kann, desto genauer können die künstlichen Elemente darin eingebunden werden.
In welche Richtung sich die AR-Industrie konkret bewegen wird, weiss auch John Freiermuth noch nicht. «Wie vor jedem Quantensprung tummeln sich auf dem Markt die verschiedensten Lösungsansätze. Welche sich davon durchsetzen, lässt sich nicht voraussagen. Entsprechend breit ist das Spektrum unserer Partner und Kunden gestreut», sagt er. Kleine Start-ups mit patentgeschützten Entwicklungen würden die Produktionserfahrung von Optics Balzers nutzen, um ihren optischen Teilen zur Serienreife zu verhelfen. Grosse Weltkonzerne hingegen finden in dem liechtensteinischen Technologieunternehmen einen Entwicklungspartner, der spezifische Herausforderungen in der Dünnschicht oder Glasbearbeitung löst und marktgerecht umsetzt. «An beiden Enden des Spektrums begegnen wir unseren Kunden stets auf Augenhöhe und unterstützen sie darin, die Technologie von morgen in die Gegenwart zu bringen», sagt Freiermuth.


Dieser Beitrag ist im Rahmen der «Volksblatt»-Serie «Fachbeiträge von digital-liechtenstein.li» erschienen. Digital-liechtenstein.li ist die neue zentrale Plattform für digitale Innovation und Vernetzung für Liechtenstein. Die Initiative wird getragen von der gemeinsamen Vision aller Mitglieder – auch das «Volksblatt» ist als Partner an Bord –, dass sich Liechtenstein zu einem führenden digitalen Wirtschaftsstandort entwickelt. Weitere Informationen zur Plattform digital-liechtenstein.li gibt es hier


(sa)

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