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Vor gut einem Jahr freuten sich Demelza Hays und Philipp Büchel vom Blockchain-Büro über den ersten Bitcoin-Automaten in Liechtenstein. Aus dem Hoi-Laden muss der Automat jetzt aber ausziehen. (Foto: Paul Trummer)
Wirtschaft
Liechtenstein|27.12.2017 (Aktualisiert am 18.01.18 12:34)

Bitcoin-Automat sagt Tschau zum Hoi-Laden

VADUZ - Seit gut einem Jahr kann man im Hoi-Laden in Vaduz nicht nur «schnusige» Kinderkleider, fürstliche Etuis oder einheimische Delikatessen kaufen, sondern auch Bitcoins. Doch diese Möglichkeit gibt es nicht mehr lange.

Vor gut einem Jahr freuten sich Demelza Hays und Philipp Büchel vom Blockchain-Büro über den ersten Bitcoin-Automaten in Liechtenstein. Aus dem Hoi-Laden muss der Automat jetzt aber ausziehen. (Foto: Paul Trummer)

VADUZ - Seit gut einem Jahr kann man im Hoi-Laden in Vaduz nicht nur «schnusige» Kinderkleider, fürstliche Etuis oder einheimische Delikatessen kaufen, sondern auch Bitcoins. Doch diese Möglichkeit gibt es nicht mehr lange.

In den nächsten Tagen muss der Bitcoin-Automat weichen. Ob er einen neuen Platz in Liechtenstein finden wird, ist noch nicht klar. «Wir sind auf der Suche nach einem alternativen Standort oder wir stellen ihn gar nicht mehr auf, das haben wir noch nicht entschieden», sagt Philipp Büchel vom Blockchainbüro Liechtenstein, der zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Demelza Hays die Idee hatte, einen Automaten in Vaduz aufzustellen. Betrieben wurde der Automat von Anfang an von der Schweizer Firma Bitcoin Suisse. Damals, also im Januar 2017, lag der Bitcoin-Kurs noch bei rund 1000 Franken pro Bitcoin, jetzt im Dezember lag er kurzzeitig sogar bei fast 20 000 Franken. Der rasche Hype zog natürlich immer mehr Investoren an, der Bitcoin-Automat im Hoi-Laden wurde dadurch immer stärker frequentiert. «Wir können es schlicht nicht mehr bewerkstelligen», berichtet Cornelia Wolf, Inhaberin des Hoi-Ladens. Während am Anfang vor allem Leute den Bitcoin-Automaten aufsuchten, die sich mit der Kryptowährung auskannten, kamen in letzter Zeit auch immer mehr, die keine Ahnung davon hatten und denen man die Funktionen des Automaten erklären musste. «Wir haben ja nur den Platz zur Verfügung gestellt. Wir verfügen nicht über das entsprechende Beratungs-Know-how. Bei gewissen Fragen konnten wir daher schlicht nicht weiterhelfen», so Wolf. Am Anfang habe man sich gefreut, dass es so gut lief, doch irgendwann sei es einfach zu viel geworden.

(dq)

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