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Keine Disziplinaranzeige für die ehemaligen Aktionäre der Medicnova. (Foto: zvg)
Politik
Liechtenstein|22.12.2017 (Aktualisiert am 22.12.17 12:06)

Obergericht lehnt Disziplinaranzeige der Regierung gegen ehemalige Medicnova-Aktionäre ab

VADUZ - Das Obergericht hat die Disziplinaranzeige der Regierung gegen diejenigen Ärzte, die anfangs als Aktionäre an der Medicnova Privatklinik AG beteiligt gewesen waren, gesamthaft abgelehnt. „Es wurde beschlossen, kein Disziplinarverfahren einzuleiten, da hierfür keine Voraussetzungen gegeben sind“, wird Medicnova-Aufsichtsrat Hansjörg Marxer in einer Medienmitteilung zitiert.

Keine Disziplinaranzeige für die ehemaligen Aktionäre der Medicnova. (Foto: zvg)

VADUZ - Das Obergericht hat die Disziplinaranzeige der Regierung gegen diejenigen Ärzte, die anfangs als Aktionäre an der Medicnova Privatklinik AG beteiligt gewesen waren, gesamthaft abgelehnt. „Es wurde beschlossen, kein Disziplinarverfahren einzuleiten, da hierfür keine Voraussetzungen gegeben sind“, wird Medicnova-Aufsichtsrat Hansjörg Marxer in einer Medienmitteilung zitiert.

Die Begründung für die Ablehnung decke sich mit der Rechtsmeinung der Ärztevertreter und gehe im Wesentlichen davon aus, dass Familienangehörige von Ärzten durchaus berechtigt sind, als Aktionäre direkt oder indirekt an einer Klinik beteiligt zu sein – vorausgesetzt, es sei nicht davon auszugehen ist, dass die Begünstigten lediglich im Sinne von Mittelsmännern bzw. -frauen für die wirtschaftlichen Interessen der betreffenden Ärzte eingesetzt wurden, heisst es in der Mittelung. „Da im Falle der Medicnova nichts dergleichen zutage getreten ist, wurde gegen keinen der zehn Ärzte ein Disziplinarverfahren eingeleitet,“ so Hansjörg Marxer. Er gehe davon aus und freue sich, dass dieses Thema damit nun vom Tisch sei und dass die eingeleiteten positiven Prozesse der letzten Wochen fortgesetzt werden können: „Die Entscheidung des Obergerichts unterstützt den eingeschlagenen Weg eines konstruktiven Miteinanders und macht uns zuversichtlich, dass wir uns alle zusammen nun auf das konzentrieren können, worum es eigentlich geht: nämlich um die bestmögliche Gesundheitsversorgung der Menschen in unserem Land“, wird Marxer in der Pressemitteilung weiter zitiert.

(dq)

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