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Adventskalender
Liechtenstein|21.12.2017

21. Dezember: Weihnachtsbräuche weltweit

SCHAAN - In Liechtenstein bringt das Christkind die Geschenke, die Bescherung findet an Heiligabend statt und ein Christbaum darf auf keinen Fall fehlen. Wie feiern aber Menschen in fernen und nahen Ländern Weihnachten? Wir haben einige dieser Traditionen für euch zusammengestellt.

SCHAAN - In Liechtenstein bringt das Christkind die Geschenke, die Bescherung findet an Heiligabend statt und ein Christbaum darf auf keinen Fall fehlen. Wie feiern aber Menschen in fernen und nahen Ländern Weihnachten? Wir haben einige dieser Traditionen für euch zusammengestellt.

Foto: Shut­terstock

VEREINIGTES KÖNIGREICH

Am Heiligabend bringt der Weihnachtsmann, der hier «Father Christmas» genannt wird, die Geschenke und legt diese unter den Christbaum. Auspacken dürfen die Briten dann am nächsten Tag. Dann beginnt auch das eigentliche Fest. Familien und gute Freunde kommen zusammen, um es sich vor dem Fernseher gemütlich zu machen und die traditionelle Weihnachtsansprache der Queen zu verfolgen. Am Abend wird dann ein typisch englisches Weihnachtsmahl verspeist: Truthahn oder Roastbeef mit Bratkartoffeln und Rosenkohl. Zum Nachtisch wird Plumpudding serviert. Der «Christmas-Cracker», der jedem Gast geschenkt wird, ist ein Knallbonbon, der mit einem Geschenk, einem witzigen Spruch und einer Papierkrone gefüllt ist.

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SCHWEDEN

Die schwedische Weihnachtszeit beginnt mit dem ersten Advent. Anfang Dezember findet in Schweden das alljährliche Open-Air-Konzert «O, Helga Natt» in der Stadt Örebro statt. Mehr als 20 000 Menschen nehmen an diesem Anlass teil und singen gemeinsam Weihnachtslieder. Mit dem Lucia-Fest am 13. Dezember wird in Schweden ein vorweihnachtlicher Höhepunkt erreicht. Dieser Tag wird der Lichterkönigin gewidmet und mit Lucia-Umzügen im ganzen Land gefeiert. Diese Tradition soll Helligkeit und Freude in den dunkeln Wintertagen verbreiten. Der Heiligabend beginnt für die Schweden schon am Morgen. Besuche bei Familien und Freunden stehen an. Am Nachmittag setzt sich die ganze Familie um 15 Uhr vor den Fernseher und schaut eine Donald-Duck-Sendung an. Danach wird das traditionelle Weihnachtsbuffet «Julbord» serviert. Dazu gehören Hering, Lachs, «Köttbullar» (Fleischbällchen) und Wildspezialitäten wie beispielsweise Elch. Dazu wird «Glögg» (Glühwein) getrunken. Nach dem Festmahl ist es Zeit, die Geschenke auszupacken, welche der Weihnachtsmann vorbeigebracht hat.

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RUSSLAND

In Russland ist Heiligabend am 06. Januar. Zuvor ist es orthodoxer Brauch, eine 40-tägige Fastenzeit einzulegen, die am 28. November beginnt. Am 07. Januar ist dann der Feiertag, den man mit einem ausgedehnten Gottesdienst begeht. Kurioserweise erfolgt die Bescherung schon am 31. Dezember, also vor dem eigentlichen Weihnachtsfest. Die Geschenke bringt auch nicht der Weihnachtsmann, sondern Väterchen Frost. Als Weihnachtsessen gibt es neben typisch russischen Salaten auch Kutja, ein sehr altes russisches Gericht aus Weizen und anderen Getreidekörnern, verfeinert mit Honig, Mohn oder Rosinen. Man feiert vor allem zu Hause mit der ganzen Familie. Auch der Weihnachtsbaum steht in jedem Haus. Als Baumschmuck dienen vor allem Lametta und Papierschlangen.

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GRIECHENLAND

In Griechenland hat man zu Weihnachten einen besonderen Brauch. Die Kinder ziehen singend von Haus zu Haus. Überall bekommen sie Rosinen, Gebäck und Feigen. Da Griechenland nicht viele Kiefern- oder Nadelbäume besitzt, sind Weihnachtsbäume teuer und daher nur in einzelnen Haushalten zu finden. Auch hier gibt es am 24. Dezember keine Geschenke. Die werden in Griechenland am 31. Dezember vergeben, zum heiligen Vassilius. Zu jedem Weihnachtsfest gehört in Griechenland ein spezielles Weihnachtsgebäck. Es heisst «Kourabiedes», und ist ein Butterplätzchen mit Mandeln und viel Puderzucker. Ausserdem gibt es noch das «Melomakarona», ein Gebäck mit Honigsirup.

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SPANIEN

Die Feierlichkeiten zu Weihnachten beginnen inoffiziell bereits vor Heiligabend, und zwar am 22. Dezember. An diesem Tag wird nämlich die Weihnachtslotterie ausgespielt, die als die grösste Lotterie der Welt gilt. Seit sie 1812 zum ersten Mal veranstaltet wurde, gehört sie in Spanien zu Weihnachten ganz einfach dazu. Da in Spanien nur relativ wenige Tannen wachsen, wird auf den Christbaum verzichtet und das Haus stattdessen mit kunstvoll gestalteten Krippen geschmückt. An Heiligabend kommt in Spanien ein üppiges Mahl auf den Tisch, bei dem sich die ganze Familie versammelt. Bei der Feier darf «Turrón» nicht fehlen, ein besonderes spanisches Gebäck. Es besteht aus Mandeln, Honig, Eiern und Zucker. Statt eines Desserts kommt nach dem Essen eine sogenannte «Urne des Schicksals» auf den Tisch, aus der jeder Anwesende ein kleines Geschenk ziehen darf – es sei denn, er hat Pech und erwischt eine Niete. Die Bescherung findet in Spanien aber erst am 6. Januar statt. Dafür dürfen die Kinder am 28. Dezember den Erwachsenen Streiche spielen, ohne dass sie mit einer Strafe rechnen müssen.

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AUSTRALIEN

Obwohl an Weihnachten in Australien Hochsommer ist und die Temperaturen über 30 Grad Celsius klettern, wird auch hier Weihnachten mit Weihnachtsbaum, geschmückten Häusern und Santa Claus an der Hauswand gefeiert. Das Weihnachtsfest wird oft am Strand mit einem Barbecue, auch «Barbie» genannt, verbracht. Die Geschenke gibt es wie in den USA und England am 25. Dezember. Gebracht werden sie von Santa Claus durch den Kaminschornstein. Am 2. Weihnachtsfeiertag startet dann oft die Sommerurlaubssaison in Australien. Auch hier gibt es zum Fest Putenbraten und Plumpudding. Ein bekanntes australisches Weihnachtslied ist Rolf Harris' «Six White Boomers». Dem Liedtext zufolge tauscht Santa Claus in Australien seine Rentiere gegen sechs ausgewachsene, weisse Kängurus ein. Oder aber Santa Claus tauscht seine Rentiere gegen Wasserskier aus und fährt in Bermudashorts und Sandalen sowie Sonnenbrille um Australien und Neuseeland, um seine Geschenke auszuteilen.

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MEXIKO

In Mexiko beginnt Weihnachten schon am 16. Dezember mit den sogenannten «Posadas» (Weihnachtsspiel). Die neuntägige Festzeit geht bis zum 24. Dezember und symbolisiert jenen Teil der Weihnachtsgeschichte, in der Maria und Joseph vergeblich nach einer Herberge suchen. Die Herbergssuche wird in Strassenumzügen mit Feuerwerk, Pauken und Trompeten nachgestellt. Eine Besonderheit des mexikanischen Weihnachtsfests ist der «Piñata-Brauch», der den Höhepunkt der «Posadas» bildet. Das Ziel ist, die aus Pappmaschee angefertigten Figuren mit einem Stock zu treffen und solange auf die «Piñatas» einzuschlagen, bis die Figur auseinanderreisst und sich die Süssigkeiten über die Kinder ergiessen. Am 24. Dezember, wenn die «Posadas» enden, beginnt das eigentliche Weihnachtsfest. Spätabends, manchmal erst nach der Mitternachtsmesse, setzen sich alle Familienmitglieder unter dem Weihnachtsbaum zusammen und geniessen ein opulentes Festessen. Das Fest erreicht seinen Höhepunkt, wenn die Kinder nach Mitternacht endlich ihre Geschenke öffnen dürfen.

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ITALIEN

Bei den Italienern wird gleich viermal Weihnachten gefeiert: Die weihnachtlichen Festtage beginnen mit dem 06. Dezember, dem Tag des San Nicola (Nikolaus). Eine Woche später am 13. Dezember - feiert man die heilige Santa Lucia im italienischen Kalender, indem man die Armen beschenkt. Das eigentliche Weihnachtsfest findet am 25. Dezember statt, wo das Jesus-Kind in ganz Italien ausgiebig gefeiert wird. Die Bescherung findet bereits am frühen Morgen statt. Die Kinder finden ihre Geschenke entweder vor der Schlafzimmertür oder unter dem Weihnachtsbaum. Am 06. Januar kommt die gute Fee/Hexe «La Befana» zur Bescherung zu den Kindern. Sie saust nachts durch die Schornsteine und lässt für die artigen Kinder Geschenke in Schuhen oder Strümpfen zurück. Die bösen Kinder finden allerdings Kohlestückchen in ihren Schuhen.

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POLEN

In Polen geht es von allen Ländern am traditionellsten zu. Frühmorgens an Heiligabend steht die Familie auf und schmückt den Weihnachtsbaum. Der Ablauf des ganzen Tages entscheidet darüber, ob man im nächsten Jahr Glück hat oder nicht. Daher ist Ruhe und Eintracht oberstes Gebot. Den Tag über wird gefastet und auch am Abend wird auf Fleisch und Alkohol verzichtet.  Sobald der erste Stern am Himmel zu sehen ist, beginnt der Weihnachtsabend mit der Verlesung der Weihnachtsevangelien. Zur Erinnerung an die zwölf Apostel stehen normalerweise auch zwölf Gerichte auf dem Weihnachtstisch. Unter dem Tisch liegt traditionell ein Stroh- oder Heubündel, um an Jesus Geburtsstätte zu erinnern. Oft wird unter die Teller auch ein Geldstück gelegt, um vor Armut zu schützen. Ganz wichtig ist die Oblate, als Zeichen der Versöhnung, der Liebe, der Freundschaft und des Friedens, welche mit allen geteilt wird. Während des langen Essens bekommen die Kinder ihre Geschenke. Zum Schluss besucht die Familie eine Mitternachtsmesse und beendet so den Heiligen Abend.

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KROATIEN

In Kroatien beginnt alles mit dem Lucia-Tag am 13. Dezember, eine Mischung aus Halloween und Nikolaus. Die Kinder gehen, mit einem weissen Laken verkleidet, an die Türen und bekommen Mandeln, Nüsse, Äpfel und Feigen geschenkt. Böse Kinder finden unter ihren Kopfkissen eine Rute, überbracht durch Krampus. Ansonsten verläuft in Kroatien alles sehr traditionell. So werden am Heiligabend drei Holzscheite ins Wohnzimmer geholt, als Symbol für die Dreifaltigkeit. Zu Beginn der Feier kommt das Holz in den Kamin und mit dem Feuer werden alle Kerzen angezündet. In den Flur wird Stroh gestreut, um an den Stall in Bethlehem zu erinnern. Auch eine Krippe in der Wohnung darf nicht fehlen. Um Mitternacht geht die Familie in die Kirche und am 25. Dezember gibt es ein üppiges Festmahl.

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(Einsendeschluss: 22. Dezember 2017 12:00 Uhr)

(eo)

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