Aufschlussreiche Präzisionsarbeit: Das Team der Archäologie bei der Untersuchung einer 6000 Jahre alten Schicht. (Foto: Amt für Kultur, Archäologie)
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Liechtenstein|18.12.2017 (Aktualisiert am 18.12.17 11:38)

Archäologische Sensation: 6000 Jahre alte Gegenstände gefunden

TRIESEN - Bei einem Aushub an der Fingastrasse in Triesen ist einer der ältesten bisher bekannten Siedlungsplätze Liechtensteins zutage gekommen. 

Aufschlussreiche Präzisionsarbeit: Das Team der Archäologie bei der Untersuchung einer 6000 Jahre alten Schicht. (Foto: Amt für Kultur, Archäologie)

TRIESEN - Bei einem Aushub an der Fingastrasse in Triesen ist einer der ältesten bisher bekannten Siedlungsplätze Liechtensteins zutage gekommen. 

Wie die archäologischen Beobachtungen auf diversen Baustellen der letzten zehn Jahre zeigen, waren die Hangterrassen von Triesen spätestens seit der Bronzezeit ein beliebter Siedlungsort. Bereits 2011 wurde bei Baggerarbeiten in der Fingastrasse ein aus der Zeit um 4500 v. Chr. stammendes Stück verkohlten Holzes geborgen. Weitere Befunde gab es aber nicht. Als nun dort Anfang Oktober 2017 etwas südlicher ein weiteres Bauprojekt startete, wurden die Archäologen circa zwei Meter unterhalb des Humus erneut fündig. In den vergangenen Wochen dokumentierten sie eine Kulturschicht mit Funden aus der Zeit um 4000 v. Chr.

Werkzeug aus Stein

Die Menschen in der Steinzeit fertigten ihr Werkzeug aus Stein oder aus organischen Materialien wie beispielsweise Holz oder Knochen. Letztere erhalten sich in den hiesigen Böden allerdings kaum. Dagegen lässt sich die Herstellung von Steinwerkzeug durch Bergkristall- und Feuersteinfragmente belegen. Diese gelangten bei der Fertigung von Steingeräten als Abfall in die Erde. Schon vor 6000 Jahren liebten die Menschen Schmuck. Dies belegt der Fund von zwei seltenen Röhrenperlen aus Kalkstein.

(sb)

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