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Luchse: Eine Bereicherung für die natürliche Tierwelt. (Symbolfoto: SSI)
Tierwelt
Region|17.12.2017 (Aktualisiert am 17.12.17 17:57)

Erster Nachweis von Jungluchsen in Vorarlberg

BREGENZ - Vor kurzem konnte ein Jäger im Vorarlberger Rätikon die erfolgreiche Aufzucht von drei Jungluchsen auf Film festhalten. Die Aufnahme ist eine Besonderheit – der erste Nachweis einer erfolgreichen Reproduktion des Luchses seit dem Aussterben dieser Großkatze in Vorarlberg vor mehr als 100 Jahren, wie die Landespressestelle am Sonntag mitteilte.

Luchse: Eine Bereicherung für die natürliche Tierwelt. (Symbolfoto: SSI)

BREGENZ - Vor kurzem konnte ein Jäger im Vorarlberger Rätikon die erfolgreiche Aufzucht von drei Jungluchsen auf Film festhalten. Die Aufnahme ist eine Besonderheit – der erste Nachweis einer erfolgreichen Reproduktion des Luchses seit dem Aussterben dieser Großkatze in Vorarlberg vor mehr als 100 Jahren, wie die Landespressestelle am Sonntag mitteilte.

Der Wildökologe des Landes, Hubert Schatz, sieht die natürliche Wiederansiedelung des Luchses nicht nur als Bereicherung der heimischen Fauna, sondern auch als Beleg dafür, dass es in Vorarlberg trotz hoher Nutzungsintensität durch Tourismus- und Freizeitaktivitäten noch naturnahe Wildlebensräume gibt, die es für die Zukunft zu erhalten gilt. Das Auftreten des Luchses im Vorarlberger Rätikon ist schon seit einem Fotobeleg im Jahre 2012 auf der Alpe Gamp bekannt. Seither gab es wiederholt Sichtbeobachtungen und indirekte Hinweise durch die Feststellung von Rissen, Spuren und Losungen. Vor zwei Jahren wurde erstmals auch östlich der Ill ein Luchs mit Hilfe einer Fotofalle bestätigt, seither macht er sich auch im Bregenzerwald und im Dornbirner Berggebiet bemerkbar.

Wichtige "Planstelle" im Ökosystem

Der Rätikon und weitere Gebiete des Landes eignen sich hervorragend als Lebensraum für diese ganzjährig geschützte Grosskatze, erklärt Wildökologe Schatz, der die Arbeitsgruppe "Grossraubwild in Vorarlberg" leitet. Der Luchs ernährt sich ausschließlich von Fleisch, primär von Wildtieren wie Reh und Gams. Dadurch nimmt er eine wichtige "Planstelle" im Ökosystem ein, weil er zu den natürlichen und sehr wirksamen Wildstandsregulatoren gehört. Seine Integration in die moderne Kulturlandschaft erfordere aber eine entsprechende Berücksichtigung im Lebensraummanagement, betont Hubert Schatz.

(red/pd)

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