Dass die Schweiz neben Liechtenstein auf einer grauen Liste der EU gelandet ist, passt beiden Ländern nicht. (Foto: Shutterstock)
Politik
Liechtenstein|11.12.2017

Adrian Hasler: «Wir wollten, dass es gar keine graue Liste gibt»

VADUZ - «Liechtenstein denunziert die Schweiz bei der EU», titelte gestern die NZZ am Sonntag. Der harsche Vorwurf: Wegen einer Intervention Liechtensteins in Brüssel, soll die Schweiz nun ebenfalls auf der «grauen Liste» der EU stehen. In Liechtenstein sieht man das anders.

Dass die Schweiz neben Liechtenstein auf einer grauen Liste der EU gelandet ist, passt beiden Ländern nicht. (Foto: Shutterstock)

VADUZ - «Liechtenstein denunziert die Schweiz bei der EU», titelte gestern die NZZ am Sonntag. Der harsche Vorwurf: Wegen einer Intervention Liechtensteins in Brüssel, soll die Schweiz nun ebenfalls auf der «grauen Liste» der EU stehen. In Liechtenstein sieht man das anders.

Die NZZ schrieb von einem «Eklat zwischen der Schweiz und Liechtenstein», andere Schweizer Medien zogen gestern nicht minder heftig nach: So versah die Schweizerische Depeschenagentur SDA den Artikel zum Thema mit dem Titel: «Liechtenstein schwärzte die Schweiz bei der EU an» und Blick-Online schrieb vom «fiesen kleinen Nachbarn». Doch hat Liechtenstein in Brüssel tatsächlich die Macht, die die Schweizer Medien dem kleinen Nachbarn bescheinigen? Es tönt, als hätte ein Anruf aus Vaduz in Brüssel genügt, um die Schweiz in letzter Minute auf eine graue Liste zu katapultieren. «Ob unsere Intervention ausschlaggebend war, darf aus meiner Sicht hinterfragt werden», meinte dazu Regierungschef Adrian Hasler auf Anfrage.

"Für uns war das ein Anlass, die Landesinteressen zu wahren und bei den zuständigen Stellen zu intervenieren."

Regierungschef Adrian Hasler

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