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Übergabe der 341 Wünsche durch Künstlerin Susanne Bosch an die Gemeindevorsteher. (Foto: Kunstmuseum Liechtenstein)
Kultur
Liechtenstein|01.12.2017 (Aktualisiert am 01.12.17 20:11)

Die Wünsche der „Rest-Münz-Aktion“ werden realisiert

TRIESEN - Vier der fünf Wünsche, die aus insgesamt 341 gesammelten ausgewählt wurden, sind umgesetzt

Übergabe der 341 Wünsche durch Künstlerin Susanne Bosch an die Gemeindevorsteher. (Foto: Kunstmuseum Liechtenstein)

TRIESEN - Vier der fünf Wünsche, die aus insgesamt 341 gesammelten ausgewählt wurden, sind umgesetzt

Im Rahmen der am 30. November in Triesen abgehaltenen Vorsteherkonferenz überreichte Künstlerin Susanne Bosch jedem Gemeindevorsteher und der Gemeindevorsteherin eine „Wünsche-Box“. Diese enthält, in gedruckter Fassung, sämtliche 341 Wünsche und Ideen für Liechtenstein, welche die „Rest-Münz-Aktion“ gesammelt hat. Damit ist ein weiterer von fünf ausgewählten Wünschen in Erfüllung gegangen.

Das Kunstprojekt „Rest-Münz-Aktion – Sammeln wir unser Ideen-Kapital“ war Teil der Ausstellung „Who Pays?“ des Kunstmuseum Liechtenstein. Zwischen Anfang März und Ende Mai 2017 tourten zwei mobile Sammelstellen von Gemeinde zu Gemeinde. In ihnen konnte man nicht nur Restmünz einwerfen, sondern insbesondere auch Ideen und Wünsche für Zukunft und Gemeinwohl in Liechtenstein hinterlassen. Neben den Sammelstellen reiste auch die Künstlerin Susanne Bosch als „Ohr am Menschen“ mit unzähligen Gesprächen und Begegnungsformaten durch das Land. Am 27. Mai fand das Kunstprojekt seinen vorläufigen Abschluss. 18 Personen trafen sich im Seitenlichtsaal des Kunstmuseums, um gemeinsam zu erarbeiten, wie das während mehrerer Wochen gesammelte geistige und ökonomische Kapital ein- und umgesetzt werden soll. Die Gruppe filterte fünf Wunschprojekte heraus, zu deren Realisierung das gesammelte Geld genutzt werden sollte.

"Teller statt Tonne"

Zum Welternährungstag am 16. Oktober 2017 wurde unter Federführung von Dorothea Goop-Jehle das erste dieser Projekte (Wunsch 1, eine öffentliche Tafel für Essen in Gemeinschaft und in Begegnung miteinander) in die Tat umgesetzt. Auf dem Rathausplatz in Vaduz fand die Aktion „Teller statt Tonne“ statt. Mit einer Kochaktion, Infoständen und einer Filmvorführung machten der Verein „Tellerrand“ und Partnerorganisationen auf das Thema Lebensmittelverschwendung aufmerksam.


In diesen Tagen wurden nun drei weitere Wünsche auf den Weg gebracht. Eine Vertreter der Entscheidungskommission, Axel Jablonski, gab am 1. Dezember beim Landtagssekretär eine Publikation aller Wünsche für den Landtagspräsidenten sowie eine weitere für die Landtagsabgeordneten ab. Zusammen mit den Wünschen wurde der Vorschlag für einen Gesetzestext vorgelegt, welcher den Schutz und Erhalt der Natur garantieren soll: „Aufgabe des Staates ist der Schutz der Landschaft und der Landwirtschaft. Die Landschaft ist durch raumplanerische Massnahmen zu erhalten. Die Landwirtschaft ist biologisch auszurichten. Die Gemeinden stellen Flächen zur Eigenversorgung zur Verfügung.“ Die Ausarbeitung dieses Textvorschlags folgte Wunsch 4: „Schutz der Landschaft und der Landwirtschaft soll Verfassungsrang haben. Biologische Ernährung soll gesetzlich Vorrang haben.“

Wunsch-Übergabe durch Axel Jablonski an Landtagssekretär Josef Hilti. (Foto: Kunstmuseum Liechtenstein)

An Regierung übergeben

Mit der Übergabe der „Wünsche-Box“ an die politischen Entscheidungsträger auf Landes- und Gemeindeebene wurde Wunsch 211 („Ich wünsche mir, dass alle eingegangenen Wünsche auch unseren Politikern unterbreitet werden.“) eingelöst. An die Gemeinden erging zudem die Einladung, sich in Planken über ein Projekt kundig zu machen, in dem Menschen anderen ihre Talente vermitteln, wie in Wunsch 152 und weiteren abgegebenen Wünschen formuliert.

Für Wunsch 217 schliesslich („Ich würde den liechtensteinischen Restmünzberg als Kunstwerk verkaufen und den Erlös zur Realisierung eines Wunsches nehmen. Das bedeutet Wertsteigerung auf mehreren Ebenen“) wurden im Mai die ca. 6 Kilo Münzen in verschiedenen Fremdwährungen zur Verfügung gestellt. Es wird noch nach einem geeigneten Rahmen für die Realisierung gesucht.

(eps)

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