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Leserbrief

«Kalte Fallwinde» im Hohen Haus

Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, Triesen | 29. September 2022

Im «Liechtensteiner Vaterland» vom 28. September 2022 wird das wahnsinnige Chaos, in dem wir uns befinden, gut abgebildet. Einerseits wird mitgeteilt, dass eine Temperatur von 19 Grad im Hohen Haus inakzeptabel sei, andererseits trüben Titel wie «Heiss wird teuer», «Wirtschaftskammer ruft nach Staatshilfe», «Eine Taskforce soll’s richten» die Seelen der Menschen. Dieses Gebäude, eröffnet 2008, ist ein sorgenbehaftetes Beispiel für ein Bauwerk des Wohlstandes.
Die Frage steht im Raum, wie Preisexplosionen gemildert werden können. Krisenstäbe sind damit beschäftigt, Notfallpläne auszuarbeiten und diverse Szenarien zu simulieren usw. Es scheint nur einen Weg zu geben, den wir alle zu beschreiten haben – wirklich?
Schön langsam aber sicher wird’s prekär, denn diese Entwicklung tangiert unser aller Alltag massiv. Konjunkturmässig zeichnen sich rabenschwarze Zeiten ab. Diesbezüglich verweisen Experten teils auf die Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er-Jahre! Trotz entsprechender Anzeichen stur in eine Richtung zu gehen, hat einen suizidalen Charakter.
«Ich gelobe, die Staatsverfassung und die bestehenden Gesetze zu halten und in dem Landtage das Wohl des Vaterlandes ohne Nebenrücksichten nach bestem Wissen und Gewissen zu fördern, so wahr mir Gott helfe!» (Art 54 Landesverfassung). Im Eifer des Tuns ist der Selbstschutz sehr zentral – ein wesentlicher Grundsatz der Ersten Hilfe.
Nach Absprache mit dem Landtagspräsidenten soll die Raumtemperatur im Plenarsaal 22/23 Grad betragen. Die Häuptlinge sollten als Vorbilder vorausgehen, denn den Indianern wird 19 Grad zugemutet.
Das Fallwinde-Problem im Hohen Haus könnte pragmatisch gelöst werden; dieses offenbar energiesparuntaugliche Gebäude könnte über die Wintermonate geschlossen werden, oder die Abgeordneten erscheinen im Skianzug mit Handschuhen, Doppelpullover, Mütze und Wolldecken.
«Was du nicht willst, das man dir tu, das füg’ auch keinem andern zu.» Schlussendlich sitzen wir alle im selben Boot!


Carmen Sprenger-Lampert,
Landstrasse 333, Triesen

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