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Leserbrief

2G-Regel in Peking gescheitert

Herbert Elkuch, DpL-Abgeordneter | 13. August 2022

Das «Vaterland» wird nicht müde abzudrucken: Der Abgeordnete Elkuch bezeichnete die 2G-Massnahme als «Überwachungssystem vergleichbar mit China». Diese vier Worte entnahm das «Vaterland» aus meinem längeren Votum anlässlich der 2G-Sonderlandtagssitzung vom 29. Juni 2022. Zu jener Zeit wollte die Hauptstadt von China (mit 20,9 Millionen Einwohnern) auf den 11. Juli 2022, dass in stark besuchten öffentlichen Orten wie Bibliotheken, Museen, Kinos usw. eine Erstimpfung vorgewiesen werden muss. Restaurants und öffentliche Verkehrsmittel waren von dieser Regelung ausgenommen (Table Media China). Ausser, dass bei uns zusätzlich auch Restaurationsbesuche verboten wären, eine durchaus vergleichbare Massnahme, sehr ähnlich der 2G-Regel, welche die Regierung, für eine digitale Massenüberwachung in Liechtenstein, dem Landtag zur gesetzlichen Verankerung vorlegte.
Seit Anfang August ist, 2G in Liechtenstein einzuführen, nicht mehr vergleichbar mit China, Peking machte einen Rückzieher.
Die «Frankfurter Allgemeine» berichtete am 24. Juli 2022: «Die Hauptstadt Peking war zuletzt mit dem Versuch gescheitert, Privilegien für Geimpfte einzuführen, um den Druck auf Ungeimpfte zu erhöhen. Der Schritt stiess auf Widerstand in der Bevölkerung und in der Zentralregierung.» Die ARD (Tagesschau.de, 11. Juli 2022) teilte mit: «Nun also doch keine Impfpflicht für den Besuch von Museen, Büchereien, Fitnessstudios, Kinos und Konzerten in Peking.»
Im Gegensatz zu Peking beharren in Liechtenstein – einer ländlichen Region – die Regierung und der Landtag darauf, die 2G-Regel bei Bedarf umzusetzen, Privilegien für Geimpfte einzuführen, um den Druck auf Ungeimpfte zu erhöhen. Mein Antrag auf eine Volksabstimmung lehnte der Landtag ab. Zwischenzeitlich führte der Widerstand in der Bevölkerung sogar in der Ferienzeit zu einer erfolgreichen Sammlung von vielen Unterschriften für eine Volksabstimmung gegen 2G.

Herbert Elkuch,
DpL-Abgeordneter

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