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Leserbrief

«Wer nicht hören will, muss fühlen»

Kurt Gstöhl, Festspielstrasse 22, Eschen | 12. August 2022

Von Regierungschef Daniel Risch war in der «Lie:zeit» vom August 2022 zur 2G-Regelung Folgendes zu lesen: «Wenn in der Schweiz 2G gilt und wir einen Lockdown verordnen müssen. Dann würden die Geimpften und Genesenen in Buchs im Restaurant sitzen, während die Gastronomie bei uns für alle geschlossen wäre.» Das würde neben der Gastronomie natürlich auch Sport-, Freizeit-, Unterhaltungs- und Kulturbetriebe betreffen. Ganz nach dem Motto «wer nicht hören will, muss fühlen», ist das eine klare Drohung an alle Bürger Liechtensteins, um die Durchsetzung der 2G-Regel mit Horror-Szenarien zu erzwingen. Bei einer Wiedereinführung der 2G-Regel in der Schweiz wäre für Liechtenstein als Alternative notfalls auch eine 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) völlig ausreichend. Zumindest würde niemand vom öffentlichen Leben ausgeschlossen und seiner demokratischen Freiheitsrechte beraubt. Inzwischen wissen wir doch alle, dass sämtliche bisherigen Massnahmen und Regeln nicht das gebracht haben, was die Regierung(en) uns versprochen hat/haben. Der einst hochgepriesene PCR-Test als Gold-Standard hatte plötzlich keine Gültigkeit mehr. Schliesslich wurde uns die Impfung als sogenannter Game-Changer angepriesen, der die Menschheit vor dem Untergang bewahren sollte. Die Impfung würde uns durch Vollimmunisierung zuverlässig vor Corona schützen, hiess es. Nichts von alldem hat sich bewahrheitet. Dann wurden uns die erlösenden Auffrischimpfungen angepriesen. Auch das hat sich nicht bewahrheitet. Uns jetzt noch weismachen zu wollen, dass die Impfung vor schweren Verläufen und Tod schützt, ist ein verzweifelter Versuch, sich aus dem ganzen bestehenden Desaster herauszureden. Nach dem neuen Infektionsschutzgesetz Deutschland gilt ab 1. Oktober 2022 nur noch als «vollständig geimpft», wer dreimal gegen das Coronavirus geimpft worden ist, ansonsten oben genannte Aktivitäten nicht mehr möglich sind. Laut EU werden Menschen ohne Booster-Impfung zudem bei Grenzübertritten Ungeimpften gleichgestellt. Wann werden die Leute begreifen, dass sie nach Strich und Faden belogen wurden? Ich hoffe, dass sich alle Bürger, die am 18. September 2022 über das 2G-Gesetz abstimmen werden, bewusst sind, was bei einem Ja auf uns zukommen wird. Wir dürfen es nicht zulassen, dass wir uns nur noch mit gültigem Zertifikat frei bewegen können. Wir dürfen die Freiheit unserer Kinder nicht von immer wiederkehrenden Auffrischimpfungen abhängig machen. Darum werde ich gegen die 2G-Gesetzesvorlage stimmen.


Kurt Gstöhl,
Festspielstrasse 22, Eschen

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