Leserbrief

Zum Filmtipp «Mincemeat»

Jens Ockert, Landstrasse 340, Triesen | 21. Mai 2022

Unterschwellige Propaganda ist leider nicht für jeden Zeitgenossen zu erkennen, deshalb lohnt es sich, feinfühlig Geschichtsklitterung zu entlarven und anzuprangern. Das im 20. Jahrhundert zunehmend an Macht verlierende Weltreich Grossbritannien ist jedenfalls in der Filmindustrie darauf bedacht, seinen Fastuntergang im Zweiten Weltkrieg nachträglich schönzureden. Fakt ist nun mal, dass Grossbritannien massgeblich am Ausbruch des Ersten Weltkriegs beteiligt war (Christopher Clark, «Die Schlafwandler des 20. Jahrhunderts») und wohl auch am Mord Rasputins, was neueste historische Forschungen bestätigen. In der heutigen Zeit muss man Grossbritannien sehr aufmerksam beobachten, um das politische wie militärische Treiben zu erkennen! Am Ende wurden sie von ihren US-amerikanischen Freunden im Zweiten Weltkrieg durch Kriegseintritt Roosevelts in letzter Minute gerettet und der Glanz des alliierten Siegers konnte dann doch noch strahlen! Obacht, wenn es um nachträgliche Heroisierung in Filmen geht ...

Jens Ockert, Landstrasse 340, Triesen

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