Leserbrief

Kein Geld für die Pfarrhaussanierung

Ivo Kaufmann, Fingastrasse 2a, Triesen | 21. Mai 2022

Am 1. August 2021 hat Pfarrer Roland Casutt seine Stelle als Pfarrer in der Gemeinde Triesen angetreten. Gerne wäre er, wie seine Vorgänger, ins Pfarrhaus neben der Kirche eingezogen. Das war und ist aktuell jedoch nicht möglich, da das Pfarrhaus saniert werden muss und derzeit nicht bewohnbar ist. Die Sanierungskosten belaufen sich auf circa 1,2 Millionen Franken. Die Gemeinde Triesen ist an einer Sanierung nicht interessiert, sondern stellt sich auf den Standpunkt, dass die Gemeinde Triesen nicht Eigentümerin des Pfarrhauses sei. (Eigentümerin des Pfarrhauses ist die «Römisch-katholische Pfarrkirchenstiftung», Triesen). Wenn die Gemeinde Triesen an einer Sanierung nicht interessiert ist, da offensichtlich der sachliche Bezug fehlt, dann stellt sich die Frage, warum die Gemeinde Triesen in der Vergangenheit von den vorherigen Pfarrern eine Miete verlangte, obwohl sie ja nicht Eigentümerin ist. Ist den politisch Verantwortlichen der Gemeinde Triesen der Bezug zur Kirche dermassen abhandengekommen, dass sie nur noch Geld ausgeben will für sportliche Projekte und Einkaufsmöglichkeiten (sogar am Sonntag)? Beispiel: Für die Sanierung und Erweiterung der Sportanlage machte man sage und schreibe 7,5 Millionen Franken locker. Es besteht eine gesetzliche Pflicht der Gemeinde für die Instandhaltung des Pfarrhauses. Ob diese auch für eine Sanierung in dieser Grössenordnung gilt, bleibt abzuklären. Am Geld sollte es jedoch nicht liegen. Die Gemeinde Triesen sollte vielmehr in Betracht ziehen, wie wichtig die Kirche in der Gemeinde ist, dass sie sich für das Gemeinwohl einsetzt und was für Leistungen sie für Bürgerinnen und Bürger erbringt.

Ivo Kaufmann, Fingastrasse 2a, Triesen

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