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Leserbrief

Und alle fahren hin ins Emirat

Georg Kieber, Binzastrasse 8, Mauren | 27. April 2022

Schreibt einer, nicht alle weissen Männer seien verwerfliche Rassisten, erhält er umgehend eins aufs Dach.
Auf russisches Öl soll ich verzichten und müsse für den Frieden auch nicht frieren, denn aus Saudien komme Ersatz. Aber die Saudis bombardieren und zerstören und töten seit Jahren im Jemen und finanzieren den Terror des IS. Ja, aber Kriege gibt’s halt immer.
Die Energie aus Arabien kommt nicht durch die Röhre, wie es bei Nord Stream wäre, sondern auf sehr CO2 belastenden Schiffen. Also, unterstütze halt den Zwang, «Fotovoltaik auf jedes Dach». Diese Technik basiert auf Silizium, das aus Quarzsand bei 1200 Grad Celsius gewonnen wird, der Energieaufwand pro m2 Modul beträgt 516 kWh, und auf ein Kilo Silizium entstehen 19 Kilo giftige Sonderabfälle. Und, wie «tanke» ich mit Fotovoltaik mein E-Auto bei Sonnenfinsternis? Atomkraft ist jetzt wieder grün und überhaupt, noch nie etwas von «Batterie» gehört? Dieser Stromspeicher benötigt Kobalt, er wird aus teils ungesicherten Schächten im Kongo aus der Erde geschaufelt, auch von Kindern; diese haben daher zu viel Arbeit und keine Zeit für Fridays for Future. Kobalt aus Afrika geht an Händler aus China und mit dem Erlös kann der Bürgerkrieg im Kongo weiter finanziert werden.
Meine Schulkollegin hat im Chor des medizinisch-politisch-medialen Lobgesangs auf die Coronaimpfung nicht mitgesungen und etwas von schweren Impf-Folgeschäden gemurmelt. Ich musste es ihr sagen: Du Coronaleugnerin!
Lass uns übers Klima reden, die beobachtbare Erwärmung. Ich erwähne die Eiszeiten und Hitzeperioden in der Vergangenheit, deren Ursache vielleicht evolutionäre und nicht nur menschliche Kräfte sein könnten. Sie hielt nicht zurück: Du Klimaleugner! Blieb noch der Völker verbindende Sport.
Kann nicht begreifen, meinte ich, dass man russische Tennisspieler beim Wimbledon-Turnier ausschliesst. Mach dir keinen Kopf, freue dich auf die Fussball-WM in Katar. Katar gibt 150 Milliarden Dollar für die Anlagen aus; die Gastarbeiter in Katar beziehen einen Mindestlohn von 230 Dollar im Monat und leben in Baracken. In Katar gilt uneingeschränkt die islamische Scharia mit Körper verstümmelnden Strafen, vergewaltigte Frauen werden wegen ausserehelichem Sex bestraft.
Und alle fahren hin ins Emirat am Persischen Golf.

Georg Kieber, Binzastrasse 8, Mauren

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