Leserbrief

Ja zu nachhaltiger Demokratisierung

Vorstand der Jungen Liste | 20. April 2022

Wir hoffen wirklich, dass die Landtagsdebatte im Mai zum Wahlalter 16 auf Fakten aufgebaut sein wird. Dieses Thema ist zu wichtig, als dass man es mit blossen Annahmen wie «die Jugendlichen könnten extremer wählen» oder «die wollen das doch noch gar nicht» abtun könnte. Beide dieser Ahnungen sind wissenschaftlich widerlegt und wir – die Junge Liste – beliefern sowohl kritische Abgeordnete als auch ihre Wähler/-innen gerne mit den wissenschaftlichen Publikationen, die sich mit dieser Thematik befassen. Wir haben für jegliche Kritik an unserem Vorhaben ein offenes Ohr und freuen uns auf spannende Diskussionen. Es ist erfreulich, dass sich viele Politiker/-innen nun seit mehr als einem Jahr mit der Thematik ­befassen und sich der Faktenlage bewusst sind. Wir konnten bereits vereinzelt hören, dass eine Motion jetzt nicht der richtige Weg sei, so kurz nach der Petition. Nachdem wir über ein halbes Jahr abgewartet haben, entscheiden wir uns aber für diesen richtigen Schritt. Wir sehen, dass Jugendliche ihre Meinungen qualitativ gleich «gut» wie ­Erwachsene bilden und dass das Modell W16 in Österreich hervorragend funktioniert. Von den zur ­Verfügung stehenden parlamentarischen Mitteln eignet sich die Motion mit Sicherheit am besten. Zumal es keinerlei Informationen der Regierung gegeben hat, dass man sich mit dem Thema ernsthaft befassen würde. Die Motion zum Wahlalter 16 ist somit in zweierlei Hinsicht der beste Schritt für die Demokratisierung der liechtensteinischen Jugend: Zum einen lernen Jugendliche früh, wie das Leben als Demokrat/-in funktioniert, ihre Meinungen werden ernst genommen. Ausserdem wird für die Zukunft vorgesorgt: Von jüngeren Generationen mitgetragene Entscheidungen sind nachhaltiger. Lasst uns Vorreiter/-innen sein. Unsere Jugend wird uns danken.

Vorstand der Jungen Liste

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