Leserbrief

Missstände beim ASD Schaan?

Serge Bühler, Quadera 6, Balzers | 4. April 2022

Das ASD Schaan berichtete im Volksblatt vom 31.03.2022 unter dem Titel «Kinderschutz ist Netzwerkarbeit» über seine Tätigkeiten und unterstreicht dabei wie wichtig ihnen die Zusammenarbeit mit dem Umfeld ihrer Klient/innen sei.
Aus meiner Sicht und nach meinen Erfahrungen mit dem ASD Schaan ist dem ASD vor allem die Zusammenarbeit mit den Juristen wichtig. Anstatt mit allen Beteiligen Lösungsansätze zu suchen und zu bearbeiten, erlässt das ASD – über den Kopf ihrer Klient/-innen hinweg – Anordnungen und erstellt sogenannte «Hilfepläne», die in ihrer Umsetzung nichts anderes sind als behördliche Anordnungen. Das ASD scheint unter hohem Arbeitsdruck zu stehen, personell unterdotiert und somit mit seinen Aufgaben überfordert oder überlastet zu sein. Nur so lässt sich, aus meiner Sicht, erklären, weshalb das ASD dazu tendiert, bei sensiblen und komplexen Fällen, wo es darauf ankommt, eine Zusammenarbeit aufzugleisen und fachliches Wissen anzuwenden, den juristischen Weg (um sich zu entlasten) einzuschlagen. Ferner katapultiert das ASD damit im «besten Fall» seine Klient/-innen noch in die Schuldenfalle.
Die Regierung sollte die Abläufe und Vorgehensweisen des ASD Schaan extern überprüfen lassen. Es besteht, aus meiner Sicht, ein dringlicher Handlungsbedarf, denn sich hinter Anordnungen und Gesetzesartikeln zu verstecken, ist verwerflich.

Serge Bühler,
Quadera 6, Balzers

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