Leserbrief

Fotovoltaik auf jedem Dach!

Manfred Büchel, Gastelun 4, Eschen | 31. März 2022

In der kommenden Landtagssitzung wird unter anderem über die Motion für «Fotovoltaik auf jedem Dach» der Abgeordneten Georg Kaufmann, Manuela Haldner-Schierscher und Patrick Risch vom 7. März 2022 diskutiert.
Dazu einige kleine Bemerkungen. Zur Herstellung von Fotovoltaik wird grösstenteils Silizium verwendet. Das Halbmetall Silizium existiert als solches nicht. Es wird aus Siliziumoxid (Qarzsand) im Lichtbogen bei einer Temperatur von 1200 Grad Celsius gewonnen.
Dazu sagt Ferruccio Ferroni, Dipl. Ing. ehem. ETH, in seiner Studie:
«1. Aus 1 kg Rohsilizium erhält man nur 0,22 kg Solar-Silizium;
2. Sehr grosse toxische Abfallmenge (Schlämme und kontaminierte Abwässer): Neben 1 kg Solar-Si entstehen 19 kg Sonderabfälle;
3. Graue Energie – Energieaufwand pro m2 Modul: 516 kWh
Solarstrom ist nach dem heutigen Stand der Technik energetisch nicht nachhaltig (auch nicht mit einer Anlagen-Lebensdauer von 30 Jahren)».
Wikipedia, mit Vorsicht zu geniessen, schreibt: «Im industriellen Massstab wird elementares Silicium durch die Reduktion von Siliciumdioxid mit Kohlenstoff im Schmelz-Reduktionsofen bei Temperaturen von etwa 2000 °C gewonnen. Ausgangsmaterial ist Quarzsand oder Quarzkies.»
Die CO2-Bilanz wird möglicherweise auch nicht so gut ausfallen, da die Herstellung von Silizium hauptsächlich in China stattfindet. CO2 ist aber auch sehr nützlich, da der Ernteertrag bei höherem CO2-Gehalt, zum Beispiel bei Mais, Hirse etc. um 20-30 Prozent höher ausfällt. Also, mehr CO2 – weniger Hunger auf dieser Welt. In den Niederlanden leitet man CO2 in die Gewächshäuser, um den Ernteertrag zu steigern. Sollte einem zu denken geben!
Es wäre schön, wenn unsere Volksvertreter/-innen über solche ­Themen sich Gedanken machen würden und diese auch überprüfen.

Manfred Büchel, Gastelun 4, Eschen

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