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Leserbrief

Putin und die Bibel

Walter Meier, Städtle 4, Vaduz | 23. März 2022

In seiner Brandrede im Luschniki-Stadion zitierte und pervertierte Präsident Putin einen Satz aus dem Johannes-Evangelium (15, 13), mit dem er den «heldenhaften» Tod russischer Soldaten im barbarischen Einsatz gegen die Ukraine zu rechtfertigen suchte und, mehr noch, verherrlichte. Putin zitierte den Satz aus dem Evangelium: «Eine grössere Liebe hat niemand, als die, dass er sein Leben für seine Freunde hingibt.» Mit dieser Umdeutung der Worte Jesu Christi begeht Putin eine «Sünde wider den Heiligen Geist» (Mk 3, 28). Dazu steht in der Bibel: «Wahrlich ich sage euch: Alle Sünde werden den Menschenkindern vergeben, und alle Lästerungen, die sie ausstossen mögen. Wer aber wider den heili-gen Geist lästert, der wird in Ewigkeit keine Vergebung erhalten, sondern ist ewiger Sünde schuldig.» Im besagten Johannes-Evangelium gibt Jesus den unmissverständlichen Auftrag: Liebet einander! Punkt. Präsident Putin und seine ganze Entourage lässt stattdessen, mit Billigung des Moskauer Patriarchen Kirill I., der dieses völkerrechtswidrige Vorgehen angeblich noch verteidigen soll, wahllos Bomben auf unschuldige Zivilisten werfen.
Die Ukraine muss nicht entnazifiziert, sondern der Kreml muss entsatanifiziert werden. Putin darf die russisch-orthodoxe Kirche nicht länger als folkloristisches Attribut seiner unmenschlichen Machtpolitik missbrauchen. Es ist zu wünschen, dass das russische Volk, allen voran die russischen Christen, mutig und entschlossen diesen Ungeist baldmöglichst aus der Politik verbannt. Dafür muss die ganze Christenheit zusätzlich zu den karitativen Spenden auch eindringlich beten und bitten.

Walter Meier, Städtle 4, Vaduz

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