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Leserbrief

Putins Leidenschaft

Walter Meier, Städtle 4, Vaduz | 12. März 2022

Der in der kirchenfeindlichen UDSSR grossgewordene und mit ­allen Wassern gewaschene Geheimdienstler Vladimir Putin verfolgt im Kreml die Vision eines zaristischen Grossreiches, das Europa beherrscht und sich mittels Oligarchen, Günstlingen und Mafiosi volle Kassen sichert. In der Manier ­Stalins und mit dem mächtigen FSB (ehemals KGB) im Rücken sichert sich Putin innenpolitisch derzeit seine nahezu unangreifbare Macht. Mit Kalkül, Täuschung und Lüge führt er sein eigenes Volk und die Welt an der Nase herum. Beifall gibt’s dafür, wer wundert sich, von Trump, seinem geistesverwandten Kumpel in den USA und hinter vorgehaltener Hand von Xi Jinping. Mit seinem in Nazimanier und völkerrechtswidrigen Überfall auf die friedliche Ukraine hat Putin Europa, ja die ganze Welt geschockt und aus dem Kuschelmodus geholt. ­Putin gibt sich gerne als Förderer der russisch-orthodoxen Kirche und damit als Freund der Christen. Den damit verbundenen christlichen Auftrag aber tritt er mit Füssen. Er stellt seinen brutalen Weg zur Macht über das höchste Gebot christlicher Nächstenliebe. Im Wachstumswahn der Welt wurde Putin der Weg für Krieg, Erpressung und Unterdrückung geebnet, unter denen nun die Ukraine und vorher auch Syrien zu leiden haben. Ein fataler Fehler, wie sich zeigt. Es ist das Diktat der Grossmächte, das die Welt unaufhörlich mit immer grausamerem Kriegsgerät bewaffnet und an den Rand der Selbstzerstörung führt. Jane Goodall, die weltbekannte Primatenforscherin, stellte, was die Entwicklung von Menschenaffen und Mensch betrifft, mit Ernüchterung fest: «Wenn Schimpansen Schusswaffen und Messer hätten und wüssten, wie man damit umgeht, würden sie ohne jeden Zweifel ebenso davon Gebrauch machen wie wir Menschen.» Fazit daraus: Die Genialität des Menschen ist nur genial, wenn sie als eine Gabe Gottes erkannt und, in aller Demut, auch so genutzt wird. Kriege sind das böse Gegenstück dazu. Zum Krieg bemerkte Albert Einstein: «Ich weiss nicht, mit was für Waffen der Dritte Weltkrieg geführt wird, aber der Vierte wird mit Stöcken und Steinen ausgetragen.» In diesem Sinn wird klar, in welche Richtung die Leidenschaft Putins, Xi ­Jinpings und weiterer Grossmacht­besessener die Welt führt. Es ist höchste Zeit für die Menschheit, die Richtung zu wechseln!

Walter Meier, Städtle 4, Vaduz

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