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Leserbrief

Rückgrat und Weitsicht?

Urs Kindle, Runkelsstrasse 17, Triesen | 10. März 2022

Am Freitag dieser Woche wird es im Landtag thematisch um die Einführung der «Stiefkindadoption durch Homopaare» gehen (Traktandenpunkt 38). Hierzu ein paar Bemerkungen meinerseits:
Erstens: Hätte das Volk (vor der Abstimmung vom 19. Juni 2011) gewusst, dass die Gleichgeschlechtlichen schliesslich die Kindsadoption fordern würden, so wäre jenes Homo-Partnerschaftsgesetz verworfen worden.
Zweitens: Gewisse Werte sind unabhängig von Zeitgeist und Trends. Das Wort Gottes (Bibel) weiss es besser als der «Geist der Welt».
Drittens: Es ist in einem Rechtsstaat in keiner Weise zu tolerieren, dass dem Kind von vornherein (!) das Recht auf Vater und Mutter verweigert wird. Und: Einem Kind willentlich eine gleichgeschlechtliche Elternschaft aufzudrücken ist nicht zu vergleichen mit dem (nicht vorhergesehenen) Schicksal im Falle alleinerziehender oder getrennter Eltern.
Viertens: Das Homo-Partnerschaftsgesetz führte – wie vorher gesagt – zum Dammbruch. Dass man jetzt die Kindsadoption durch Homo-Paare (mit Hilfe des Staatsgerichtshofes) einführen will, ist einfach nur erbärmlich. Wo bleibt da das Rückgrat und die die Weitsicht der Politik?
Fünftens: «Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen» – so lautet der Titel einer 2003 von Kardinal Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI., verfassten Schrift. Papst Johannes Paul II. höchst persönlich (mittlerweile heiliggesprochen) ordnete ihre Veröffentlichung an. Nachfolgend ein Auszug daraus, Zitat: «Wird der gesetzgebenden Versammlung zum ersten Mal ein Gesetzesentwurf zu Gunsten der rechtlichen Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften vorgelegt, hat der katholische Parlamentarier die sittliche Pflicht, klar und öffentlich seinen Widerspruch zu äussern und gegen den Gesetzesentwurf zu votieren. Die eigene Stimme einem für das Gemeinwohl der Gesellschaft so schädlichen Gesetzestext zu geben, ist eine schwerwiegend unsittliche Handlung.» Dies gilt logischerweise auch hinsichtlich der aktuellen ­Adoptions-Thematik.

Urs Kindle,
Runkelsstrasse 17, Triesen

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