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Leserbrief

Wie erklären Fachleute die früheren Wetterextreme?

Max Matt, Im Moosacker 28, Altstätten | 9. März 2022

Katastrophen prophezeien ist eigentlich das Metier der Astrologie. Die Klimawissenschaft stützt sich auf Mutmassungen ab. Daher sollte sie sich mit Prophezeiungen zurückhalten. Was würde wohl heute alles hineininterpretiert, wenn wieder einmal die Bäume im Januar und Februar grün belaubt wären? Aussergewöhnlich warm waren Januar und Februar: 1530, 1538, 1540, 1572, 1588, 1722, 1747, 1780, 1856, 1859, 1868, 1921, 1923, 1957, 1967. Warum gibt es immer wieder aussergewöhnliche Wetterextreme? Die richtige Antwort kann niemand geben. Aus Wetterextremen lässt sich nicht ein Klimawandel ableiten. Das zeigen allzu deutlich die vergangenen Jahrhunderte. Fast ein Jahrhundert vor uns machte es die Wissenschaft besser. Sie stützte sich nicht auf Mutmassungen. Sie beobachtete das Wetter während mindestens 40 Jahren. Danach wurden Klimakarten erstellt und mit der vorangegangenen Periode verglichen. Wie haben sich die mittlere Januar- und Julitemperatur und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge entwickelt? Hat sich etwas bei den Klimapolen (Kälte- und Wärmepole) die vergangenen 40 Jahre verändert? Wie steht es nach 40 Jahren Beobachtung bei den klimatischen Verhältnissen europäischer Grossstädte mit der mittleren Lufttemperatur im kältesten Monat und im wärmsten Monat und dem jährlichen Niederschlag in mm. Dem nachgegangen und offiziell gemacht, wir kämen der Wahrheit näher und es würde überzeugen. Wer sich nur auf CO2 abstützt, steht auf Glatteis. Das Klima ist viel komplexer, als dass jedes Wetterextrem auf CO2 abgewälzt werden kann. Wie viel CO2 drei Billionen Bäume, die mit NASA-Satelliten weltweit gezählt wurden, täglich einatmen, ist von grösster Bedeutung. Ebenso wäre interessant zu wissen, wie viel CO2 das Phytoplankton der Meere täglich einatmet. Wie viel vom menschengemachten CO2 übrig bleibt, ist geheim. Wir sollten uns mit dem grossen Problem der Zeit, der Umweltverschmutzung, auseinandersetzen und uns nicht auf Mutmassungen verlassen – warum bleibt das so schwierig?
Quellen: «Chronik von 853–1803», A. Vetter Altstätten SG, Drucklegung 1903; «Rheintalischer Allgemeiner Anzeiger», Altstätten 25. Januar 1873 Rubrik «Warme Winter»

Max Matt,
Im Moosacker 28, Altstätten

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