Leserbrief

Die Obrigkeit und Peter Beck

Caspar Hoop, Walchabündt 15C, Eschen | 23. Februar 2022

Die dreimalige Verwendung des Begriffes «die Obrigkeit» in einem Leserbrief macht stutzig und zeugt von einem Denken, das man glaubte, überwunden zu haben, und in dem natürlich auch der Untertan nicht fehlen darf.
Das Recht der kritischen Hinterfragung obrigkeitlich durchgesetzter Massnahmen und die Ausübung verfassungsrechtlicher Aktionen haben untertänigst zu unterbleiben, vor allem wenn sie nicht aus dem Umfeld der «Spältabüerger» kommen und sollten strengstens unterbunden werden, wohin kommen wir denn sonst.
Zwei Jahre Corona haben diese Haltung sehr verstärkt und der Firnis der demokratischen Staatsordnung ist dünn, wie es sich auch – aber nicht nur – in Liechtenstein zeigt.
Übrigens – Ein Leserbrief sollte die persönliche Meinung des Schreibers zum Ausdruck bringen und deshalb ist es verfehlt von einer Einzelperson, zu behaupten «wir alle sind (...), können (...), wollen (...), müssen (...)». Der Ausdruck eines solchen Wir-Gefühls mag passen zum Beispiel in einem Gesangverein, in einem Gartenbauverein oder in einer Parteiversammlung, wo Interessen und Neigungen gleichgeartet sein mögen, aber nicht auf die Gesamtbevölkerung eines Staates bezogen.
Merke – Sie schreiben und sprechen nicht in meinem Namen.

Caspar Hoop, Walchabündt 15C, Eschen

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter