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Leserbrief

Nicht auf Privat- offenbarungen verlassen

Dr. theol. Günther Boss, Wislistrasse 10, Triesenberg | 28. Januar 2022

Antwort an Urs Kindle zu seinem Leserbrief im «Liechtensteiner Volksblatt» vom 27. Januar 2022:
Lieber Urs Kindle,
Du warst nicht an meinem Vortrag vom 20. Januar und erlaubst es Dir doch, mich mit massiven Vorwürfen einzudecken. Dabei unterstellst Du mir Aussagen und Haltungen, die ich gar nicht eingenommen habe.
In allen Vorlagen der Regierung steht, dass man im Staatskirchenrecht eine paritätische Ordnung der Religionen anstreben will. Für die Finanzierung möchte man eine Mandatssteuer einführen. Ich war aber an diesen Vorlagen nicht beteiligt, habe sie in meinem Vortrag durchaus kritisch beleuchtet. Die Idee der Mandatssteuer wurde übrigens von Martin Grichting und Markus Walser eingebracht. Du müsstest Deine scharfe Polemik also an die beiden richten. Persönlich würde ich eine klassische Kirchensteuer bevorzugen. Die Mandatssteuer gibt den Religionsgemeinschaften keine Planungssicherheit. Im «Volksblatt»-Bericht vom 21. Januar 2022 wurde dieser Punkt meines Vortrags falsch wiedergegeben.
Ich kann nur wiederholen, was ich Dir am Telefon bereits öfter gesagt habe: Verlasse Dich nicht auf Deine Privatoffenbarungen. Suche das Gespräch mit der grossen theologischen Tradition. Und komm doch nächstes Mal selber vorbei, wenn ich vortrage. Aber lass bitte Deine beiden Demo-Tafeln zu Hause. Sie nehmen anderen die freie Sicht.


Dr. theol. Günther Boss, Wislistrasse 10, Triesenberg

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