Leserbrief

Nachhaltigkeit in unserer Wegwerfgesellschaft

Heidemarie Vogt, Rietle 13a, Balzers, «KlamOtti»-Börse, Buchs | 28. Januar 2022

Zum Leserbrief «Kleiderrausch» von Sigmund Elkuch, «Volksblatt» vom 27. Januar.
Hallo, grundsätzlich hat Herr Elkuch recht. Aus diesem Grund habe ich vor drei Jahren meinen Gastronomiejob aufgegeben, welcher mir ja ein Fixlohneinkommem sicherte, und startete mit 0 Franken eine ­Secondhand-Börse – das «Klam­Otti». Der Unterschied zur «Brocki» besteht darin, dass jeder, der guterhaltene Sachen bringt, auch einen Teil des Verkaufserlöses bekommt.
Grundsätzlich ist die Idee, mit Gemeinden so zusammenzuarbeiten, gut, jedoch habe auch ich schon im Ober- sowie Unterland diese Versuche gestartet! Leider stiess ich jedes Mal auf den finanziellen Aspekt. Ausserdem sind Freiwillige schwer zu finden. In Balzers hatte ich einen Börsenverkauf – alles 1 Franken für 1 Tag – organisiert. Neben 250 Franken Miete, drei Kunden sowie drei Helfern war dies sehr enttäuschend zu sehen, dass in den Köpfen diese Art der Nachhaltigkeit noch nicht verbreitet ist.
Mit dem Modell der fixen Börse ist das schon anders. Ein Fulltimejob, der nicht zu unterschätzen ist. Mindestens 43 Stunden die Woche, 400 registrierte Kunden, 17 000 Artikel auf 200 Quadratmetern. Man sieht, es wird angenommen. Doch auch bei Werbung schaut niemand auf den sozialen Hintergrund und die laufenden Kosten steigen. Auch ich würde mir in diesem Punkt mehr Mithilfe der Gemeinden wünschen.

Heidemarie Vogt,
Rietle 13a, Balzers,
«KlamOtti»-Börse, Buchs

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