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Leserbrief

Ein Reservoir für Covid-19-Varianten

Pascal Büttiker, Altenbach 26, Vaduz | 24. Dezember 2021

Studien zeigen, dass die Entstehung von Virusvarianten, wie zum Beispiel die aktuelle Omikron-Variante, vermehrt auf immungeschwächte Menschen zurückzuführen ist. Dies beruht auf der Grundlage, dass ein immunbeeinträchtigter Wirt eine höhere virale Replikationsrate (Vermehrungsrate) ermöglicht und dadurch die Wahrscheinlichkeit von Abweichungen am Virus (Phänotyp und Funktion) steigt. Virus-Mutationen können jedoch nicht nur durch eine hohe virale Vermehrungsrate, aber auch durch einen evolutionären Selektionsdruck entstehen. Ein Selektionsdruck entsteht zum Beispiel, wenn für ein Virus gewohnte Infektionsmechanismen (zum Beispiel Spike-Protein-Bindung bei Sars-CoV-2) unterdrückt oder ­behindert werden.
Ähnliche Sachverhalte liegen auch im Falle von Covid-19 vor, wenn wir den Fokus auf regelmässige Impfungen in kurzen Zeitabständen setzen. Die spezifisch auf das Spike-Protein fokussierten Impfungen erzeugen einen einseitigen Selektionsdruck, der das Virus forciert, anderweitig vorhandene Infektionsmechanismen zu verwenden und diese weiterzuentwickeln (-> Mutation). Des Weiteren kann eine kontinuierliche, Impfung-bedingte Antikörperproduktion zu einer Ausschöpfung des Immunsystems und einer fortwährenden Immunbeeinträchtigung führen, die wiederum die Vermehrung vom Spike-Protein (un)abhängigen Viren fördert (-> Mutation).
Speziell bei der Omikron-Variante konnten zahlreiche Mutationen am Spike-Protein beobachtet werden, was die Effektivität der gegenwärtigen Impfungen für diese sowie kommende Virusvarianten infrage stellt. Während eine sporadische Impfung Schutz vor einer hohen Spike-Protein-gekoppelten Virusbelastung bieten mag, bergen regelmässige Impfungen in kurzen Zeitabständen Gefahren, derer wir uns noch wenig bewusst sind: Nebst einer Anreicherung von neuen Virusvarianten laufen wir auch Gefahr, unser Immunsystem lang anhaltend zu erschöpfen. Diese Kombination zusammen mit einer reduzierten Sars-CoV-2-Testpflicht für Geimpfte kann somit zu einer raschen und maskierten Verbreitung neuer Virusvarianten führen, für die die jetzigen Impfungen wenig Wirkung zeigen werden.
Zu berücksichtigen ist ebenfalls, dass die aktuellen Impfungen gemäss neusten Erkenntnissen Gedächtniszellen bilden, die eine jahrelange bis lebenslange Abwehr gegen Spike-Protein-bindende Viren bereits nach einmaliger Impfung nahelegen.
Quintessenz: Sowie im Leben ist auch in der Biologie weniger oftmals mehr.


Pascal Büttiker, Altenbach 26, Vaduz

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