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Leserbrief

Lasst die Kinder aus dem Spiel

Claudia Batliner, Bergstrasse 51, Triesen | 18. Dezember 2021

Die Regierung hat am 15. Dezember diverse Massnahmen beschlossen, unter anderem, dass alle Kinder ab 6 Jahren ab dem 10. Januar 2022 während des Schulunterrichts eine Maske tragen müssen. Die Regierung kommuniziert diese Massnahme beinahe 4 Wochen vor deren Inkrafttreten, ohne die aktuelle Situation der Pandemie zum fraglichen Zeitpunkt überhaupt zu kennen bzw. zu wissen, ob die sonstigen, beschlossenen Massnahmen bis dann gegriffen haben oder nicht. Es wird auch nicht abgewartet, wie sich der Schweizer Bundesrat zu einer Maskenpflicht für Primarschüler stellt. Es macht geradezu den Anschein, als dass die Regierung vorprescht, um krampfhaft ein kleines bisschen «Eigenständigkeit» zu demonstrieren.
Auf Anfrage eines Journalisten, was passiert, wenn Eltern sich weigern, dass ihre Kinder im Unterricht eine Maske tragen, wird bloss klargestellt, dass die Maskenpflicht keine Wahloption ist. Man kläre dies in den nächsten Tagen aber noch ab. Ob besorgten Eltern z.B. Home-schooling oder dgl. ermöglicht wird, bleibt leider offen.
Die Regierung möchte mit ihren Massnahmen die Überlastung der Intensivpflegeplätze verhindern und zielt nun offenbar auch auf Kinder ab. Die für die Primarschule beschlossene Maskenpflicht ist kontraproduktiv. Sie verunsichert die Kinder und bringt letztlich auch nichts, da die Sozialkontakte der Kinder nicht unterbunden werden können und die Kinder in der Freizeit ohnehin ohne Maske miteinander spielen etc. Aufgrund solcher Massnahmen nehmen aber psychische Probleme v.a. bei Kindern und Jugendlichen massiv zu. Gemäss «NZZ» vom 20. Oktober laufen die psychiatrischen Kliniken in der Schweiz gänzlich am Anschlag. Gemäss «Vaterland» vom 17. Dezember ist auch in Liechtenstein die Lage sehr angespannt und der Handlungsbedarf in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen unbestritten. Langzeitfolgen mit hohen Kosten sind zu befürchten. Die Regierung ist in diesem Sinne gefordert, die beschlossene Massnahme aufzuheben und Kinder bestmöglich vor Fehlentwicklungen zu schützen. Ansonsten muss sich die Regierung den Vorwurf gefallen lassen, bei Kindern Kollateralschäden in Kauf zu nehmen. Der Zweck heiligt nicht alle Mittel. Auch nicht in einer Pandemie.
Lasst die Kinder bitte aus dem Spiel. Es reicht, wenn wir Erwachsene uns an diverse Massnahmen halten sollen, aber die Kinder müssen vor solch sinnwidrigen, gesundheitlich nicht unbedenklichen Massnahmen mit aller Kraft geschützt werden.

Claudia Batliner,
Bergstrasse 51, Triesen

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