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Leserbrief

Das, was wir haben

Norman Wille, Auring 9, Vaduz | 9. Dezember 2021

Die Ohren läuten uns von morgens bis abends, die Politik, die Medien, alle verfügbaren Kräfte donnern auf uns ein: Die Spitäler sind am Anschlag, auf den Intensivstationen müssen nicht dringende Operationen verschoben werden. Das ist nichts Neues. Das wissen wir – alle – schon seit mindestens 30 Jahren. Warum ist das so? Ganz einfach deshalb, weil wir diejenige medizinische Versorgung haben, die politisch gewollt und vom Volk abgesegnet wird. Wir haben offensichtlich weder Interesse, mehr qualifiziertes Pflegepersonal einzustellen und adäquat zu bezahlen. Noch besteht irgend ein Bedarf daran, Bettenkapazitäten in den Spitälern auszubauen. Das kostet zu viel. Das ist der Status quo. Niemand hat uns nach der Schweinegrippe, SARS II, daran gehindert, unsere Spitalkapazitäten für eine eventuell auftretende, weitaus schwerwiegendere Pandemie auszubauen. Daran war niemand interessiert. Wir alle nicht. Sonst hätten wir es getan. Die Spitäler werden auch nach der medialen Heiligsprechung und dem Abklingen des applaudierenden Fussvolkes unter «ferner liefen» rangieren. Zumindest so lange, wie diejenigen, die über das Gesundheitswesen befinden, in der Regel recht jung, dynamisch – und vor allem: gesund – sind.

Norman Wille, Auring 9, Vaduz

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