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Leserbrief

Quo vadis Sicherheit

Hans Frommelt, Gapont 8, Triesen | 3. Dezember 2021

Das «Vaterland» beschreibt Katastrophenszenarien bei Blackout und Strommangellage.
Es ist zu unterscheiden zwischen Stromversorgungsunterbruch (Blackout) und einer Strommangellage. Die LKW meinen indirekt, dass ein Kollaps schon passieren könnte (das «Volksblatt» berichtete).
Der gesetzliche Auftrag an die LKW lautet: Die LKW haben als Netzbetreiberin nach Massgabe der Elektrizitätsmarktgesetzgebung einen Versorgungsauftrag zu erfüllen. Sie sind insbesondere verpflichtet, eine reduzierte Stromversorgung des Landes in Notzeiten (Notversorgung) sicherzustellen.
Dieser gesetzliche Auftrag stammt aus Zeiten, wo man jährliche Stromüberschüsse hatte, was heute bei Weitem nicht mehr zutrifft.
Sowohl bei einem Stromversorgungsunterbruch als auch bei Strommangellage kann der gesetzliche Auftrag von den LKW nicht mehr erfüllt werden.
Bei Strommangellage müssten die Stromlieferungen kontingentiert werden, meinen die LKW. Die unzähligen Fotovoltaikanlagen im Land liefern nur Strom, solange die Stromversorgung durch die LKW funktioniert.
Wir stehen in einem Wandel von zentraler Stromversorgung (Wasserkraft, Kohle und Atom) hin zur dezentralen Stromversorgung (Wind, Fotovoltaik, kleine Wasserkraftwerke, etc.).
Eine wichtige Komponente bei der Fotovoltaik wird eine Stromspeicherung direkt bei allen Strombezügern, ob Haushalte oder Grossbezüger, werden.
Um sich vor künftig steigenden Risiken, wie Stromausfällen wegen Extremwetter, Stromnetzüberlastungen, Stromnetzstörungen, Cyberattacken oder Strommangellagen zu wappnen, sind Wechselrichter mit Batterien und Notstromfunktionen notwendig, die notfallmässig vorübergehend elektrische Energie zur Verfügung stellen.
In Anbetracht der Stromversorgung sollte eine Pflicht für Fotovoltaikanlagen mit Notstromfunktionen verankert werden, um ein Blackout-Fiasko etwas abzufedern.
Solche Notstromkomponenten verbessern die Stromversorgungssicherheit wesentlich.
Es geht da auch um Katastrophensituationen. Ein Radio, ein TV, das Handy und das Internet sollten während 24 Stunden funktionstauglich sein.
Solche Paradigmenwechsel müssen im Gesetz bezüglich der Stromversorgung Liechtensteins festgeschrieben sein.

Hans Frommelt, Gapont 8, Triesen

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