Leserbrief

Einfach nur traurig!

Oswald Kranz, Schulstrasse 56, Nendeln | 2. Dezember 2021

Ausgerechnet den Beginn der Adventszeit, die den Menschen den Frieden verkündet und gerade in der herrschenden Pandemiezeit neue Hoffnung verbreiten soll, nimmt der ehemalige Churer Weihbischof Peter Henrici zum Anlass, den Liechtensteiner Erzbischof Wolfgang Haas in niederträchtiger Weise anzugreifen. In seinem Interviewband, in dem er mit Untergriffen gegen den Erzbischof und gegen die vielen von Wolfgang Haas geweihten, allesamt ausgezeichneten Priester, nicht spart, drückt sich der immer noch nachwirkende Frust des Peter Henrici über seine Nichtberücksichtigung in der Bischofsnachfolge von Chur aus. Sowohl der damalige Papst Johannes Paul II wie auch der damals amtierende Churer Bischof Johannes Vonderach hatten erkannt, dass Wolfgang Haas ein berufener Nachfolger im Bischofsamt des Bistums Chur war. Wolfgang Haas war offenbar dazu bestimmt, das Joch auf sich zu nehmen, so wie in Matthäus 5.11 geschrieben steht: «Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen verfolgt und verspottet werdet. Seid trotzdem fröhlich und getrost!»
Obwohl Wolfgang Haas als neuer Churer Bischof sich aufopfernd für Friede und Einheit einsetzte, bekam er die Ablehnung vor allem der schweizerischen Boulevardmedien zu spüren, die eine regelrechte Hetzjagd gegen den Bischof betrieben und die Menschen aufwiegelten. Es war ihnen geradezu jedes Mittel recht, um Rufmord am Bischof zu betreiben. Es durfte nämlich nicht sein, dass ein Liechtensteiner zum neuen Bischof von Chur bestimmt worden war.
Auch ein Teil seiner schweizerischen Mitbrüder im Bischofsamt begegneten dem neuen Bischof mit Argwohn, weil er, der Liechtensteiner, ihnen sowohl in der Tiefe seines Glaubens wie in allen für ein Bischofsamt erforderlichen Qualitäten haushoch überlegen war und heute noch ist. Missgunst und Neid in der Bischofskonferenz waren spürbar. Peter Henrici tat sich dabei im Besonderen hervor. Wolfgang Haas jedoch nahm das Kreuz demütig, bescheiden auf sich und streckte jederzeit die Hand zur Versöhnung aus.
Aus welchen Beweggründen der «Vaterland»-Redaktor dazu beiträgt, in einem abgekupferten Artikel den Inhalt dieses skandalösen Interviewbandes von Peter Henrici zu verbreiten, lässt viele Gläubige fragend zurück!


Oswald Kranz, Schulstrasse 56, Nendeln

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