Leserbrief

Booster-Impfung in Liechtenstein – Reaktion des Gesundheitsamtes

Karl Jehle, Runkelsstrasse 29, Triesen | 17. November 2021

Am Donnerstag, den 11. November, um 14.28 Uhr habe ich an den Gesundheitsminister folgendes Mail gesandt: «Sehr geehrter Herr Regierungsrat, ich – Karl Jehle, 75 Jahre, während 35 Jahren Leiter der Berufsberatungsstelle – bin besorgt, dass in Liechtenstein betreffend Booster-Impfung zu wenig vorwärts geht. Ich bin am 22. April 2021 zum zweiten Mal geimpft worden, also vor sieben Monaten. Nach einer im deutschen Fernsehen übermittelten wissenschaftlichen Studie (Bundesminister Spahn) ist die Wirkung der zweiten Impfung nach sechs Monaten bereits bei 40 Prozent der Geimpften nicht mehr gegeben. Das beunruhigt mich. In Liechtenstein höre ich, dass ich erst im neuen Jahr – Januar/Februar – diese 3. Impfung erhalten werde. Während in Deutschland und Österreich bereits jetzt schon alle respektive mindestens alle über 60 geimpft werden können. Warum warten wir so lange? Ich möchte es nicht noch einmal erleben, dass eine mir sehr vertraute Person an Covid-19 stirbt. Wir nehmen viel zu viel Rücksicht auf die chronischen Verweigerer. Handeln Sie bitte, sonst 2G. Oder es sterben eh nur die Alten, wie ich es aus der Presse von den Impfungen erfuhr. Durch die 61 Todesfälle haben wir frühzeitig ja eh schon die AHV saniert – 2,5 bis 3 Millionen Franken pro Jahr eingespart an AHV- und Ergänzungsleistungen. So kann man das Problem auch lösen. Lasst sie sterben, sie kosten ja nur noch. Nebenbei bemerkt, sind die Todeszahlen (61) in Liechtenstein bei 40 000 Einwohnern doppelt so hoch wie in Vorarlberg (400 000 Einwohner 337 Tote). Das gibt zu denken. Ich möchte möglichst rasch die dritte Impfung erhalten. Machen Sie es bitte möglich.
Es ist nicht alles Gold, was glänzt (Gesundheitsamt). Im Zuge der Coronapandemie seit März 2020 sind seitens des Amtes verschiedene Sachen sehr schiefgelaufen. Ich habe dies in mehreren persönlichen
Schreiben an den Amtsleiter Peter Gstöhl im Sinne der Solidarität als Ex-Amtsleiter geschrieben und bin damit nicht an die Öffentlichkeit gegangen. Ich sah das als persönliches Feedback/Lernchance für das Amt. Erstaunlicherweise hat Peter Gstöhl nie darauf reagiert, sich gemeldet – kein Bedauern, keine Entschuldigung … Es handelte sich in meinen Schreiben immer um Hinweise betreffend persönliche Fehler des Amtes. Keine Antwort ist auch eine Antwort. Besten Dank und freundliche Grüsse, Karl Jehle»
Die Antwort des Gesundheitsministers (bereits 10 Minuten, 14.38 Uhr) kam zurück – dürftig, unbefriedigend, enttäuschend. Die Antwort enthielt einen Hinweis auf die Booster-Impfung im Januar und ich würde dazu rechtzeitig eingeladen. Zwei nichtssagende Sätze, die mir bereits aus der Tagespresse bekannt
waren. In zehn Minuten ist ja kaum das Studium der E-Mail möglich, geschweige denn eine aktive Auseinandersetzung mit dem Text.
Der Leser möge sich selber einen Reim auf diese Antwort bilden.

Karl Jehle, Runkelsstrasse 29, Triesen

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