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Leserbrief

Agieren statt Reagieren

Arthur Bras, Matschilsstrasse, Triesen | 11. November 2021

Wie ist es möglich, dass Primarschüler gemäss Bericht des «Liechtensteiner Vaterland» vom 9. November «Squid Game» nachspielen? Die Serie ist FSK ab 16. Warum lässt man zu, dass Kinder mit solch offenbar gemeingefährlichen, jugendgefährdenden Inhalten konfrontiert werden? Dass damit klar gegen das Jugendschutzgesetz Art. 67 verstossen wird?
Liegt es vielleicht daran, dass man Kindern von unter 12 Jahren ein vernetztes Telefon zur selbst verwalteten Nutzung überlässt? Die Schulen bezüglich Handynutzung dafür auch noch Vorschub leisten, mit Sätzen wie «wir wollen keine Verbote aussprechen»? Im Gegenteil, vor nicht allzulanger Zeit bekamen Elfjährige die «Hausaufgabe» mit «ihren Smartphones» «MS Teams» herunterzuladen. Die App-Liste der Primarschule Schaan beinhaltet Programme wie Quizlet zur Nutzung durch Kinder, obwohl das Mindestalter 13 Jahre beträgt.
Das Schulamt findet es in Ordnung, dass Kinder am LG in den Pausen mittels Schulcomputer unkontrolliert Youtube (Mindestalter 18 Jahre) nutzen können, das Amt für soziale Dienste sieht darin keine Verletzung des Jugendschutzgesetzes und die Regierung schaut zu.
Diese Art der «Medienkompetenz» für Minderjährige wird sicherlich nachhaltig Wirkung zeigen.
Wenn wir nicht die Ursachen wie die Abgabe von nicht altersgemässen Medienprodukten an Minderjährige bekämpfen, nützt es wenig, über die Folgen zu lamentieren.

Arthur Bras, Matschilsstrasse, Triesen

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