Leserbrief

Datenwüste

Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, Triesen | 6. November 2021

Ein Dankeschön an die Autorin des «Vaterland»-Artikels «Liechtenstein, die Datenwüste» vom 3. November 2021. Gleichzeitig stelle ich mir die Frage, warum es 20 Monate dauerte, bis diese Erkenntnis in Form eines redaktionellen Beitrages in einer Landeszeitung erscheint?
Die diesem Text zugrundeliegende Tatsache ist vermutlich einem Teil der Schwurbler, Nerds oder wie man kritische Mitmenschen in dieser Zeit kurzerhand erniedrigend nennen will, schon lange ein Dorn im Auge. Viele Leserbriefe hätten sich erübrigt.
Die Folge der in diesem Beitrag geschilderten Tatsache ist, dass den fünf ernannten Regierenden, die im Alleingang durch diese Pandemie führen, nahezu blind vertraut werden muss. Für einen aufgeklärten Menschen, der selbstständig denkt, ist das inakzeptabel.
Nach 20 Monaten Pandemie ist es wohl nicht unverschämt, wenn evidenzbasierte Zahlen und Fakten im Detail erwartet werden. «Das stimmt so nicht» oder «es ist das gelindeste Mittel» – solche Aussagen sind in Anbetracht der Gewichtung der Thematik unzureichend. Details, Daten, Fakten – wenn nicht jetzt, wann dann?

Extreme Zustände führen zu Wüsten, in denen u. a. die Trockenheit das Leben verhindert. Die Wüste wird auch symbolisch als Ort der Erprobung, Entscheidung, Selbstfindung usw. gesehen; ebenfalls ist sie in Geschichten ein Thema – so z. B. als der kleine Prinz in der Wüste auf den notgelandeten Piloten traf.

Mögen sich die Regierenden anhand der Wüstensymbolik und Botschaften des kleinen Prinzen besinnen.

Carmen Sprenger-Lampert,
Landstrasse 333, Triesen

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