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Leserbrief

Wenn Grundrechte zu Privilegien werden …

Laetitia Reiner, Im Bühl 48, Planken | 5. November 2021

Die Ungleichbehandlung von Geimpften und Ungeimpften soll also gerechtfertigt sein? Warum sollen diese Privilegien den Geimpften zustehen, wenn sowohl Geimpfte als auch Ungeimpfte eine «Gefahr für die Gesellschaft» darstellen? Sind die Geimpften nicht die grössere Gefahr, wenn sie von allen Schutzmassnahmen befreit sind und das Virus in sich tragen und weitergeben können? Die Fälle von Geimpften, die sich das Virus einfangen und es streuen, häufen sich nämlich gerade auch bei uns. Manche Fälle von «erkrankten» Geimpften werden gemeldet, aber längst nicht alle und das aus zwei Gründen:
1. Der Geimpfte wiegt sich verständlicherweise in Sicherheit und macht keinen Test, auch wenn es im Hals kratzt – er muss ja nicht, er ist privilegiert. So merkt er nicht, dass er sich angesteckt hat und steckt andere an, ohne es zu merken.
2. Der Geimpfte macht einen Test und stellt fest: positiv! Er isoliert sich ein paar Tage, meldet den Fall aber nicht unbedingt. Vor allem im Fall eines schweren Verlaufs – und diese Fälle gibt es auch bei uns – werden die Zahlen vielleicht erfasst. Vielleicht. Die Dunkelziffer bekommt in diesem Zusammenhang eine ganz andere Dimension. Das Schlimme am Ganzen: Weiterhin werden allein die Ungeimpften an den Pranger gestellt. Und Menschen, die die Impfung und die damit verbundenen Massnahmen infrage stellen, werden mittlerweile von Politikern im eigenen Land in eine Schublade gesteckt und als Schwurbler, Verschwörungsmythiker und Holocaust-Verharmloser bezeichnet und belächelt. Die Spaltung der Bevölkerung wird proaktiv gefördert. Diese verfahrene Situation wird zwangsläufig zu 2G und/oder 1G führen, denn solange Politiker und viele Menschen weiterhin der Meinung sind, dass die Ungeimpften das Problem sind und die Impfung die einzige Lösung ist, werden die Machthaber nicht vom Kurs abweichen – sei es auch nur, um ihr Gesicht zu wahren. Wenn Grundrechte zu Privilegien werden, ist Widerstand die erste Bürgerpflicht – ob es der Jungen Liste gefällt oder nicht.

Laetitia Reiner, Im Bühl 48, Planken

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